Vogelgrippe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nachgewiesen: In einem Nutzertierbestand im Gebiet der Stadt Treuchtlingen hat es einen ersten amtlich bestätigten Fall von Geflügelpest beziehungsweise der Vogelgrippe gegeben. Das meldet am Donnerstag (11. Februar 2021) das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen.

Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut konnte bei dem Fall das Virus vom Typ H5N8 feststellen. Das komplette Geflügel des Bestandes wurde noch am Dienstag (09. Februar 2021) nach der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung getötet, heißt es seitens des Landratsamtes. 

Kompletter Geflügelbestand getötet: Virus H5N8 nachgewiesen

Nun wurde eine Allgemeinverfügung erlassen und um das Ausbruchsgebiet ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Dadurch soll eine Ausbreitung der Vogelgrippe verhindert werden. Für lebendes Geflügel, Eier und Geflügelfleischprodukte gilt hier ein sogenanntes Verbringungsverbot. 

Folgende Bereiche zählen zum Sperrbezirk: 

  • Stadtgebiet Treuchtlingen 
  • Teile des Gemeindegebietes Treuchtlingen 
  • Teile der Gemeinden Alesheim, Markt Berolzheim und Weißenburg

Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich darüber hinaus. In der folgenden Karte können Sie die betroffenen Gemeindeteile entnehmen: 

Zudem erstreckt sich das Beobachtungsgebiet auf folgende Bereiche: 

  • Landkreis Donau-Ries mit dem Ortsteil Zwerchstraße der Gemeinde Wolferstadt

Im gesamten Landkreis ist eine Stallpflicht für Geflügelhalter angeordnet worden, zudem müssen sogenannte Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Im ganzen Landkreis sind zusätzlich Märkte und Ausstellungen mit Geflügel untersagt. 

Da auch Wildvögel die Vogelgrippe übertragen können, wird davon abgeraten, tote Wildvögel anzufassen oder zu bewegen. Sollten Sie einen toten Wildvogel vorfinden, melden Sie sich bitte beim Veterinäramt Weißenburg-Gunzenhausen, in der jeweiligen Gemeinde oder bei der Polizei

Der Kontakt mit der Vogelgrippe hat für Menschen nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen. Dennoch sollte der Kontakt mit kranken Tieren vermieden werden, heißt es abschließend.