Auf die Verkehrsteilnehmer und Bürger der Stadt kommen 2017 wegen vieler großer Bauprojekte schwere Zeiten zu. Die Sanierung der Maxbrücke, die von April/Mai bis Ende Oktober nur stadtauswärts befahrbar ist, und die Spitalstraße, mit im März beginnenden Bauarbeiten (auch bis Ende Oktober) sind die dicksten Brocken.


Nötige Umleitungen

Daneben präsentierte das Rathaus am Freitagnachmittag vor den Medien weitere sieben unaufschiebbare Großvorhaben, die Stress, Lärm und wegen nötiger Umleitungen viel Geduld erfordern werden. Herausragend sind dabei die Arbeiten in der Mainberger und Klingenbrunnstraße, wo die Marienbach-Brücke am Ex-Brauhaus saniert werden muss.

Weil viel Information bei Bürgern immer mehr Verständnis bewirkt, wie es OB Sebastian Remelé formulierte, hat die Stadt wegen der Baustellendichte auf ihrer Homepage eine Baustellen-Datenbank eingerichtet. Diese Übersicht enthält - nach Projekten gegliedert - Antworten auf alle Fragen: Warum und wie lange wird gebaut, wer baut. Gezeigt werden die Umleitungen, genannt wird ein Kümmerer mit Telefonnummer. Diesen Hinweis wird es auch an den Baustellen geben.

Darüber hinaus wird eine Art Netzwerk aufgebaut, das beispielsweise über Aktionen zur Belebung der City informiert.


"Wir schippen - Sie shoppen"

Das Projekt unter dem flotten Arbeitstitel "Wir schippen - Sie shoppen" wird, so Pressesprecherin Anna Barbara Keck, auch auf der Stadt-Homepage - tagesaktualisiert - zu finden sein. Mitwirkende sind dabei die städtische Wirtschaftsförderung mit der neuen Citymanagerin, die Gastronomie und der Handel, vorneweg "Schweinfurt erleben".

Die Bauprojekte stellten die Referenten Ralf Brettin (Bau), Jan von Lackum und bei der Spitalstraße der Chef der zuständigen Stadtwerke, Thomas Kästner, vor. Für eine Million Euro werden zwei Hauptgas- und eine Wasserleitung(en) erneuert. Lochfraß war festgestellt worden. Man entschied sich für eine "minimal invasive Lösung": Die Straße wird an nur sechs Knotenpunkten geöffnet, dort werden im Inliner-Verfahren neue Kunststoff- in die alten Rohre geschoben. Das erfolgt in vier Abschnitten. Es ist also immer nur ein Teil der Spitalstraße Baustelle.
Die Sanierung der Maxbrücke kostet 1,5 Millionen Euro. Die Brücke wird einspurig stadtauswärts befahrbar bleiben. Vom 16. August bis 11. September kommt es wegen der Anschlussarbeiten an der Ludwigsbrücke und des Radwegebaus am Sennfelder Bahnhof zu einer Vollsperrung in Richtung Sennfeld/Hafen.


Hohe Verschleiß-Schäden

Wegen der hohen Verschleiß-Schäden wiederholte Brettin die Notwendigkeit der Sanierung, wenngleich 2022 ein Neubau kommen muss. Die neue Brücke soll, um alle Verkehre (Radfahrer und Fußgänger) adäquat unterzubringen, breiter werden. Die Kernumleitung wird via Hahnenhügelbrücke beschildert. Von Lackum und Brettin empfahlen- - logisch -, die Maxbrücke möglichst zu meiden. Am Sennfelder Bahnhof wird unter Regie des Staatlichen Bauamts die Infrastruktur komplett erneuert. Gebaut werden Radwege in alle Richtungen. Los geht es dort schon Anfang April. Hannes Helferich