FC 05 Schweinfurt - TSV Buchbach 1:1 (1:1). Tore: 1:0 Christopher Kracun (6.), 1:1 Sammy Ammari (35.). Gelb-Rot: Denk (Buchbach, 80.). Der FC 05 Schweinfurt wollte die beiden Heimspiele gegen machbare Gegner in dieser Woche unbedingt gewinnen, um nicht abreißen zu lassen nach oben, vielleicht sogar näher heranzurücken. Stattdessen kam die Mannschaft schon gegen den TSV Buchbach nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus - die ersten Punktverluste im Willy-Sachs-Stadion. Einen Münchner Sieg im Nachholspiel gegen Augsburg vorausgesetzt, sind es schon acht Miese auf Bayern II.

"Wir können einfach nicht zu Null spielen", wusste Trainer Timo Wenzel nur zu gut, was gegen so defensive Mannschaften wie Buchbach ursächlich für den unbefriedigenden Ertrag war. "Nach zwanzig Minuten hatten wir keine Zweikampfführung mehr. Man hatte den Eindruck, wir würden immer einen Schritt zu wenig machen", ging er nach dem schwächsten Heimspiel der bisherigen Runde einerseits hart ins Gericht mit seiner Mannschaft, warb aber auch insgesamt für Verständnis: "Wir müssen realistisch bleiben, abgerechnet wird nach 34 Spieltagen."

Nun, ein Drittel der Saison ist aber bereits absolviert - der Ist-Zustand hinkt eben doch etwas den Erwartungen, auch innerhalb des Vereins, hinterher.

Dabei gab´s einen Auftakt nach Maß: Eckball Florian Trinks von rechts, der heransausende Christopher Kracun mit einem wuchtigen Kopfball, 1:0 für den FC 05 - und das schon nach knapp sechs Minuten. Besser kann es nicht laufen gegen eine defensive Mannschaft. Eigentlich. Doch aus reichlich Ballbesitz zauberten die Schweinfurter nur noch einen gefährlichen Angriff im ersten Abschnitt: Rechtsverteidiger Ronny Philps Diagonalpass von rechts nach links köpfte Trinks mit Übersicht in die Mitte, doch dort zielte Florian Pieper gut einen Meter drüber (24.).

Und dann passierte das, was Wenzel schon bei der Videoanalyse des Buchbacher 2:2 in München beobachtet hatte: Ein blitzschneller Konter, Marphi Kwatu sprintete dem diesmal als Linksverteidiger aufgestellten Kevin Fery ("er ist Linksfuß und hat es sich zugetraut") davon, flankte nach innen, wo Sammy Ammari eiskalt zum 1:1 vollendete (35.). Ein Gegentor, dass bei den Nullfünfern Spuren hinterließ. Sie kamen nicht mehr konstruktiv vors Tor.

Dass sie das gewillt waren zu korrigieren, bewiesen die Schweinfurter gleich mit Wiederbeginn. Sie wollten die erneute Führung erzwingen. Doch an Piepers scharfer Hereingabe von rechts rutschten alle mitgelaufenen 05er vorbei (49.). Und so verflachte, bei aller Laufbereitschaft der Gastgeber, die Partie, wurde zerfahren. Erst mit zunehmender Spieldauer legte Wenzels Mannschaft wieder eine Schippe drauf. Marco Fritscher setzte seinen Gewaltschuss nur knapp daneben (63.), Stefan Kleineheismann seinen Kopfball ebenso (79.). Und der Abschluss des eingewechselten Nicolas Görtler in der Nachspielzeit war schlichtweg zu schwach, als dass er ein Problem für TSV-Keeper Daniel Maus gewesen wäre (90.+2).

Stark war dann aber die Parade von Maus gegen Fritschers gewitzten Versuch aufs kurze Eck (90.+3). Und dann war das letzte, so entschlossene wie wilde Anrennen vorbei. "Eine abgewichste Mannschaft gewinnt solche Spiele noch", analysierte Philp wenig später so simpel wie treffsicher den Unterschied zu den Münchner Löwen, die letzte Saison mit Last-Minute-Siegen am Fließband gezeigt haben, wie man Meister wird. "Eine abgewichste Mannschaft gewinnt so ein Spiel noch."

Und er war es leid, wieder irgendeine Erklärung für das nun schon sechste Unentschieden im elften Spiel der Regionalliga-Saison zu suchen. "Wir müssen ehrlich und selbstkritisch sein. Das war nicht genug für unsere Ansprüche." Schweinfurt: Eiban - Philp, Kleineheismann, Kracun (76. Görtler), Fery - Billick - Jelisic (59. Lo Scrudato), Trinks - Krautschneider (59. Fritscher), Pieper, Maderer .