Das Nachbarschaftsduell elektrisiert jedenfalls beide Fanlager, sodass mit über 1000 Besuchern im Icedome gerechnet wird. "Wir haben normal trainiert", bleibt ERV-Trainer Stephen Heckenberger betont sachlich. "Aber wir haben ja auch nur drei Spieler dabei, die das schon mal mitgemacht haben. Die jungen Burschen müssen erst noch herausfinden, wie sich das anfühlt." Dass dies schnell passieren wird, ist für Heckenberger, der selbst etliche Derbys bestritten hat, keine Frage. "Das waren immer besondere Spiele, mit einer besonders tollen Atmosphäre."

Vier Siege aus vier Spielen machen die Schweinfurter zum Favoriten. Auch, weil sich die Personalsituation bei den Mighty Dogs entspannt hat. Wer wieder zur Verfügung steht, will der Coach zwar nicht mitteilen, lässt sich aber immerhin entlocken, dass eine Rückkehr von Jan Slivka aufs Eis "sehr wahrscheinlich" ist.
Es ist also angerichtet: für ein sportliches Kräftemessen unter Nachbarn, für ein Klassentreffen alter Weggefährten. Und für einen Sängerwettstreit auf den Tribünen.

Nur 24 Stunden später steht für den ERV bereits die nächste Partie auf dem Programm: Am Sonntag gastieren die Schweinfurter (17.15 Uhr) beim ESC Vilshofen. Eine Aufgabe, die wohl nur mit reichlich Adrenalin und einem Derby-Sieg im Gepäck zu schultern ist.