Am Samstag gegen 13 Uhr meldete sich der skrupellose Betrüger telefonisch bei der 87-Jährigen. Er gab an, ein Rechtsanwalt mit einer Kanzlei in Berlin zu sein und versprach der Frau eine Überweisung von 180.000 Euro. Allerdings müsste die Seniorin dafür eine Bearbeitungsgebühr bezahlen. Mit mehrfachen Anrufen im Laufe der vergangenen Woche hatte er die Seniorin offenbar bereits von der Echtheit seiner Person und des anstehenden Geldregens überzeugt.

So kam es am Samstag dann zu einer tatsächlichen Geldübergabe. Die getäuschte Rentnerin übergab hierbei einem etwa 55 Jahre alten, rund 160 Zentimeter großen und gebrochen Deutsch sprechenden Unbekannten die geforderten 3900 Euro "Bearbeitungsgebühr". Erst als dieser ihr keine Quittung dafür gab, wurde die Frau stutzig und alarmierte die Schweinfurter Polizei. Da war der Betrüger allerdings bereits über alle Berge.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt nochmals eindringlich vor derartigen Betrügern, die es insbesondere auf ältere Menschen abgesehen haben und mit verschiedenen Maschen agieren. Generell gilt, sich niemals auf irgendwelche Geldgeschäfte mit Unbekannten am Telefon einzulassen. Wenn es um ein tatsächliches Erbe oder einen Lotteriegewinn geht, gibt es hierzu nachvollziehbaren Schriftverkehr und nicht nur telefonische Absprachen. Spätestens an der Haustüre muss dann für die Straftäter in jedem Fall Schluss sein. Ein Unbekannter sollte niemals dort Geld ausgehändigt bekommen.