Der Verkehrsunfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr zwischen dem Autobahndreieck Werntal und der Anschlussstelle Werneck kurz nach einer Baustelle. Dort war auf dem Überholstreifen ein mit einem Ehepaar aus dem Raum Tauberbischofsheim besetzter BMW in Richtung A7 unterwegs. Nach den vorliegenden Erkenntnissen der Polizei musste der 59-jährige Fahrer seine Geschwindigkeit verkehrsbedingt verringern. Darauf wurde eine nachfolgende Mercedes-Fahrerin, die ihren kleinen Sohn dabei hatte, zu spät aufmerksam und fuhr mit hoher Geschwindigkeit gegen das Heck des BMW.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Fahrzeuge gegen die Leitplanken geschleudert. In dem gerammten Auto wurde die 60-jährige Beifahrerin eingeklemmt. Die Feuerwehren, die mit einem größeren Aufgebot angerückt waren, befreiten die Frau, die dann in lebensbedrohlichem Zustand per Hubschrauber in die Uniklinik Würzburg eingeliefert wurde. Ihr Mann kam mit schweren Verletzungen in ein Schweinfurter Krankenhaus.

Die Mercedesfahrerin erlitt offenbar nur leichtere Verletzungen. Die 37-Jährige aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld wurde zusammen mit ihrem Sohn ebenfalls in eine Schweinfurter Klinik gebracht. Es ist davon auszugehen, dass auch der dreijährige Junge bei dem Unfall leichte Verletzungen davon getragen hat. Die Integrierte Leitstelle hatte zur Versorgung und den Abtransport der Verletzten mehrere Rettungsfahrzeuge und einen Rettungshubschrauber an die Unfallstelle entsandt.

Wegen der erforderlichen Vollsperrung der A70 entstand sehr schnell ein kilometerlanger Rückstau. Inzwischen wird der Verkehr an der Anschlussstelle Bergrheinfeld abgeleitet. Außerdem ist die Einfahrt von der A71 in die A70 gesperrt. Mit Stand 20.30 Uhr lässt die Polizei mitteilen, dass die Vollsperrung voraussichtlich bis 21 Uhr anhalten wird. Bis sich der kilometerlange Stau auflöst, werde es jedoch noch einige Zeit länger dauern.

Die Unfallaufnahme erfolgt durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck. pol