Nachdem sich am Montagnachmittag (16. August) ein zunächst Unbekannter an einem achtjährigen Jungen sexuell vergangen haben soll, konnte die eigens für diesen Fall gegründete Ermittlungskommission der Kripo Schweinfurt bereits am Dienstagvormittag (17. August) die Festnahme eines Tatverdächtigen vermelden, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte.

Der 23-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt am Mittwoch (18. August) dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Achtjähriger vertraut sich zunächst seiner Mutter an

Nach aktuellem Ermittlungsstand vertraute sich am späteren Montagnachmittag ein Achtjähriger seiner Mutter an und berichtete, gegen 15.30 Uhr von einem ihm unbekannten Mann an einem Spielplatz angesprochen und im Anschluss in einen nahegelegenen Wohnhauskeller mitgenommen worden zu sein. Der Unbekannte soll sich dort an dem Jungen sexuell vergangen haben.

Sofort nachdem die Polizei über das Geschehene in Kenntnis gesetzt wurde, begannen Beamte der Kriminalpolizei mit der umfassenden Spurensicherung und Zeugenvernehmungen. Die12-köpfige Ermittlungskommission der Kriminalpolizei Schweinfurt nahm in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt die Ermittlungen auf und konnte bereits am Dienstagvormittag den Durchbruch erzielen und einen Tatverdächtigen ermitteln.

Dank Zeugenhinweisen und der akribischen Ermittlungsarbeit konnte die Kriminalpolizei letztlich einen Tatverdächtigen identifizieren. Gegen 10.20 Uhr nahmen Polizeibeamte daraufhin einen 23-Jährigen in der Nähe seiner Wohnung vorläufig fest. Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung führte zum Auffinden von weiterem Beweismaterial. Der Tatverdächtige wurde am Mittwochvormittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes erließ. Er wurde inzwischen einer Justizvollzugsanstalt überstellt.

Der 23-Jährige ist bereits mehrfach mit unterschiedlichen Delikten, allerdings nicht mit Sexualdelikten, polizeilich in Erscheinung getreten. Die Kriminalpolizei Schweinfurt steht neben dem Schwerpunkt ihrer Ermittlungstätigkeit auch nach wie vor in engem Kontakt mit dem Jungen und dessen Familie, um neben Fachleuten bei der Verarbeitung des Geschehenen nach Möglichkeit unterstützend zur Seite zu stehen. Zwar liegen keinerlei Erkenntnisse zu weiteren gleichgelagerten Sachverhalten vor, die Polizei hat dennoch ihre Streifentätigkeit im Stadtbereich von Schweinfurt, insbesondere im Bereich von Spielplätzen, verstärkt und steht als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.