Wie die Polizei am Dienstag berichtet, war der Mann erst am Montag aus dem Bezirkskrankenhaus entlassen worden.

Am Abend kurz nach 22 Uhr ging bei der Polizei die Mitteilung über einen heftigen Familienstreit ein. Ein Mann lärme und schreie und eine Frau weine in der Wohnung in der Sonnenstraße in Schweinfurt.

Beim Eintreffen der ersten Ordnungshüter an der Tür der Dachwohnung wurden sie vom späteren Beschuldigten bereits mit den Worten "Kommt nur her, ich mach euch kalt" freundlichst empfangen. Danach knallte er ihnen die Tür vor der Nase zu. Durch die nun geschlossene Tür stieß er weitere Beleidigungen aus.

Weil er die Tür nicht mehr öffnete und eine schluchzende Frau zu hören war, entriegelte ein Beamter die Tür mit einem Spezialwerkzeug.

Der 29-Jährige ging jetzt sofort in den Angriffsmodus über und schlug und trat nach den eintretenden Polizisten, konnte sie aber nicht treffen. Anschließend flüchtete er sich Wohnzimmer. Auch hier schlug und trat er wieder nach den Beamten und setzte sich gegen seine Festnahme heftig zur Wehr. Nachdem zwischenzeitlich weitere Polizisten in der Wohnung zur Verstärkung eingetroffen waren, ließ er sich dann nach gutem Zureden doch noch freiwillig die Handfesseln anlegen.

Sichtbare Verletzungen an seiner Stirn und an einer Hand hatte er sich zuvor beim Beschädigen von Mobiliar und dem Einschlagen einer Glastür zugezogen. Weil deutliche Anhaltspunkte für einen Mischkonsum aus Alkohol und Drogen vorlagen, wurde mit der Staatsanwaltschaft Rücksprache genommen. Von hier aus erfolgten die Anordnungen zu einer Blutentnahme und die Gewahrsamnahme zur Ausnüchterung.

Nachdem der Festgenommene nach Schweinfurt zur Polizeiwache transportiert worden war, führte ein Arzt eine Blutentnahme durch. Anschließend durfte er seinen Alkohol- und Drogenrausch in einer Arrestzelle ausschlafen.
Die von ihm zertrümmerten Möbelstücke und die beschädigte Glastür, das will seine Freundin selbst mit ihm klären. Nach bisherigem Kenntnisstand ist er gegen sie körperlich nicht vorgegangen. dvd