Zwei Anhänger der Gastmannschaft waren zuvor beobachtet worden, wie sie Rauchbomben zündeten. Dabei erlitten vier Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Rauchvergiftungen. Den Abtransport eines vorläufig festgenommenen Mannes versuchten zahlreiche Sonthofener Fans massiv zu behindern. Jetzt wird unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt.

Für die Eishockeybegegnung zwischen Schweinfurt und Sonthofen war die Schweinfurter Polizei mit einigen Beamten vor Ort. Wenige Sekunden vor Spielende wurde ein Sonthofener Fan gegen 20.20 Uhr dabei beobachtet, wie er offensichtlich eine Rauchbombe zündete. Unmittelbar danach war aus diesem Bereich bereits schwarzer Rauch aufgestiegen. Der 17-jährige Schüler wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Ein zwei Jahre jüngerer Anhänger wurde ebenfalls beobachtet, wie er im Gästefanblock eine weitere Rauchbombe zündete. Auch hier erfolgte kurz danach die Festnahme durch die Polizei.


Vier Verletzte durch Rauchbomben



Bei der Beseitigung der Glutnester zogen sich vier Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Rauchvergiftungen bzw. leichte Verletzungen zu. Alle vier Geschädigten begaben sich in ärztliche Behandlung. Zwei Männer mussten die Nacht im Krankenhaus verbringen.

Bei der Festnahmeaktion schlug ein 31-jähriger Fan der Gästemannschaft einem der Schweinfurter Polizisten von hinten eine Fahne auf den Kopf. Der Beamte erlitt dadurch Prellungen und eine Abschürfung im Kopf- und Halsbereich. Ein weiterer Ordnungshüter bekam einen Faustschlag ins Gesicht. Ein Zeuge, der den Vorfall beobachtet hatte, hielt den 31-Jährigen fest und übergab ihn dann einer Polizeistreife.

Die Festnahme wurde durch eine Gruppe Sonthofener Fans massiv behindert. Die Männer öffneten die Türen des Dienst-Pkw, stellten sich den Beamten in den Weg und trommelten auf das Dach des Dienstfahrzeugs. Beim Abtransport des 31-Jährigen wurde die Polizei vom Sicherheitsdienst tatkräftig unterstützt. Der Festgenommene beleidigte außerdem die eingesetzten Beamten sowohl im Fahrzeug als auch später in der Dienststelle. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der Beschuldigte wieder auf freien Fuß.