Nachdem die Frau telefonisch den Notarzt verständigen wollte, entfernten sich die beiden. Ob die sie kriminelle Absichten hatten, ist unklar.
Die Polizei rät grundsätzlich dazu, keine Fremden in die Wohnung zu lassen.

Gegen 20 Uhr läutete ein unbekannter, etwa 35-Jahre alter Mann an der Haustüre einer Frau in Schweinfurt. Der Fremde, der nur gebrochen Deutsch sprach, wurde von einer Frau begleitet, die augenscheinlich ein Baby in einem Tuch trug.

Der Unbekannte erklärte, dass das Kind krank sei und es dringend Hilfe benötigen würde. Nachdem die Hausbewohnerin dem Mann zusicherte, dass sie den Notarzt rufen werde, wollte sich der Unbekannte in die Wohnung drängen. Seine Begleiterin, die mit Mantel und Kopftuch bekleidet war, hielt sich hierbei im Hintergrund. Nachdem die Bewohnerin weiterhin bedrängt wurde, rief sie laut um Hilfe und schloss die Haustüre. Sie konnte beobachten, wie sich die Unbekannten entfernten.

Der Polizei ist nicht bekannt, ob die beiden tatsächlich Hilfe benötigten, oder ob sie nur unter einem Vorwand in die Wohnung der Schweinfurterin gelangen wollten. Da zu vermuten ist, dass es sich bei dem Säugling nur um eine Puppe gehandelt hat, geht die Polizei davon aus, dass der vermeintliche Notfall nur vorgespielt war.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang zur Vorsicht:

Der Verpflichtung zur Hilfeleistung kommt man in jedem Fall nach, wenn man einen Arzt verständigt. Grundsätzlich sollte man nie Fremde in die Wohnung lassen. Eine angebliche Notsituation wie in diesem Fall ist in der Regel nur ein Vorwand, die Wohnung eines potentiellen Opfers zu betreten. Ist dies gelungen, Sind die Wohnungsinhaber den oft sehr professionellen Vorgehen dieser Straftäter zumeist hilflos ausgeliefert.

Sollte bei ihnen jemand klingeln, der dringend Hilfe benötigt, verständigen Sie sofort den Rettungsdienst oder die Polizei. Lassen Sie auf keinen Fall Fremde in ihre Wohnung.