Eine größere Anzahl aggressiver Schweinfurter Anhänger musste bereits vor dem Spiel von der Polizei kontrolliert und zur Ordnung ermahnt werden. Dabei wurden Einsatzkräfte auch mit Böllern beworfen. Verletzt wurde niemand. Beamte stellten bei den Fans der Heimmannschaft Sturmhauben und Böller sicher. Durch starke Präsenz konnte die Schweinfurter Polizei größere Ausschreitungen verhindern.

Etwa 120 Fans der Würzburger Kickers, die mit dem Zug anreisten handelte es sich nach Aussagen der Polizei um sogenannte "Problemfans" . Ein Shuttlebus brachte die Gruppe vom Schweinfurter Hauptbahnhof zum Stadion. Um ein Zusammentreffen der beiden Fangruppierungen zu verhindern, war die Polizei vor, während und nach dem Spiel mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Unterstützt wurde die Schweinfurter Polizei durch Kräfte aus Würzburg, der Bereitschaftspolizei Nürnberg sowie der Bundespolizei.

Bengalos und Rauchtopf in der Innenstadt von Schweinfurt

Auf dem Weg zum Stadion hatten etwa 100 Schweinfurter Fans aus der Gruppe heraus in der Innenstadt eine Bengalfackel und einen Rauchtopf gezündet. Trotz der Durchsagen der Polizei zündeten die Fans weitere pyrotechnische Gegenstände und bewarfen damit auch die Beamten. Dies teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zu Verletzungen kam es nicht.

Neun Sturmhauben, 30 Böller

Die Gruppe wurde daraufhin von den Beamten kontrolliert. Hierbei fanden die Polizisten neun Sturmhauben und 30 Böller, die alle sichergestellt wurden. Bei der Kontrolle beleidigten die Fußballfans die Polizisten. Die Gruppe setzte ihren Weg zum Stadion umschirmt von den Einsatzkräften ohne weitere Zwischenfälle fort.

Videoauswertung von Vorfällen im Stadion

Im Willy-Sachs-Stadion selbst zündeten Unbekannte zu Spielbeginn im Gästeblock sechs Bengalfackeln und Rauchpulver. Die Videoauswertung zur Identifizierung der Verantwortlichen dauert noch an. Ein Mann, der einen Ordner mit einem Bierbecher bewarf, ist bereits ermittelt.

Die Abreise der Fans nach dem Unterfrankenderby verlief problemlos. Auch hier achtete die Polizei streng auf Trennung der gegenerischen Fans. Die Anhänger der Kickers wurden wieder via Shuttlebus zum Hauptbahnhof gebracht, wo sie in einen Zug Richtung Würzburg stiegen.

Insgesamt hat die Schweinfurter Polizei im Zusammenhang mit dem Regionalspiel 14 Strafverfahren eingeleitet. Dabei geht es unter anderem um gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz.