Vermisstenfall aus Unterfranken nach zehn Jahren geklärt: Der Fund eines menschlichen Schädelknochens in einem Wald im Landkreis Schweinfurt hat zur Aufklärung eines mehr als zehn Jahre alten Vermisstenfalls geführt. Das Polizeipräsidium Unterfranken teilte am Donnerstag (28.01.2021), dass es sich um die sterblichen Überreste einer 74 Jahre alten Frau aus der Region handelt.

Am 18. September 2010 meldete ein 73-jähriger Rentner aus Schonungen seine demenzkranke Ehefrau als vermisst. Sie kehrte nach einem Spaziergang nicht mehr zurück. Sofort eingeleitete, mehrere Tage andauernde Suchmaßnahmen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten mit Suchhunden, einem Polizeihubschrauber und weiteren Freiwilligen blieben erfolglos. Die damals 74-Jährige blieb verschwunden.

Nach Knochenfund im Kreis Schweinfurt: Vermisstenfall aus dem Jahr 2010 geklärt

Auch jahrelange weiterführende Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt blieben ohne Ergebnis und führten auch zu keinen weiteren Ermittlungsansätzen. Erst am 29. November 2020 kam wieder Bewegung in den Fall.

Ein Jäger entdeckte einen menschlichen Schädel im Wald und informierte die Polizei. Der Fundort war im Bereich eines Spazierweges, den die Rentnerin in früheren Jahren zurücklegte. Aufgrund von Zeugenhinweisen während der Fahndung nach der Vermissten gingen die eingesetzten Kräfte im Jahr 2010 jedoch von einem anderen Spazierweg aus. Die Suchmaßnahmen konzentrierte sich daher auf einen anderen Bereich in dem Wald.

Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin brachten nun am Dienstag (26.01.2021) letztendlich Gewissheit: Bei den sterblichen Überresten handelt es sich um die, der seit mehr als zehn Jahren vermissten Frau. 

Die Kriminalpolizei Schweinfurt konnte keinerlei Hinweise auf eine Straftat entdecken. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es sich bei dem Tod der Frau um ein tragisches Unglück im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung gehandelt hat.

Symbolfoto: Christopher Schulz