Bereits im Januar diesen Jahres überwies die Betrogene mehr als 30.000 Euro an ihre Internetbekanntschaft, da diese angeblich in finanzielle Nöten geraten sei. Erst durch einen Hinweis ihrer Bank bekam die Frau Gewissheit, dass ein Betrüger am Werk war.

Vor einigen Monaten lernte die Geschädigte über eine Internetplattform einen Mann kennen, der nach eigenen Angaben aus Texas stammt. Der bislang noch Unbekannte gab an, als selbstständiger Straßenbauer im Auftrag des ghanaischen Verkehrsministeriums in Ghana tätig zu sein. Im Januar teilte er seinem Opfer schließlich mit, dass er mit seinem Bauprojekt in Schwierigkeiten geraten sei.


Eigens Privatkredit beantragt



Bereits vor einiger Zeit waren die Internetbekannten übereingekommen, nach Beendigung des angeblichen Bauvorhabens zusammen in Texas leben zu wollen. Vermutlich deshalb zögerte die Frau auch nicht lange, eine Überweisung von 32.000 Euro auf ein afrikanisches Konto zu tätigen. Zeitgleich beantragte die hilfsbereite Geschädigte bei ihrer Bank noch einen Privatkredit über 60.000 Euro. Sie war offenbar bereit, noch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

Nachdem die Frau von ihrer Bank darauf aufmerksam gemacht wurde, möglicherweise Opfer eines Betrügers geworden zu sein, meldete sie den Vorfall bei der Polizei. Die Kripo Schweinfurt ermittelt nun wegen des Verdachts des Betruges.