Impfpassfälscher in Unterfranken aufgeflogen: Ein 42-Jähriger steht im Verdacht Impfpässe gefälscht und verkauft zu haben. Das Polizeipräsidium Unterfranken teilte am Mittwoch (28.07.2021) mit, dass bereits im Mai der damals noch Unbekannte ins Visier der Ermittler geraten war.

Unter einem Pseudonym hatte er die gefälschten Impfpässe in einem Messenger-Dienst zum Verkauf angeboten. Die Kriminalpolizei Schweinfurt konnte den Anbieter daraufhin identifizieren: Es handelte sich um einen 42-Jährigen aus der Region Main-Rhön.

42-Jähriger aus Unterfranken gesteht: Impfpässe gefälscht und verkauft

Über die Staatsanwaltschaft wurde eine Wohnungsdurchsuchung veranlasst, die am Dienstag (27.07.2021) durchgeführt wurde. Dabei erhärtete sich der Tatverdacht gegen den Mann. Es wurde unter anderem ein gefälschter Impfpass sichergestellt, der auf den Verdächtigen ausgestellt war. Der 42-Jährig räumte außerdem ein, weitere Fälschungen selbst hergestellt und verkauft zu haben. Nun läuft ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung gegen den Beschuldigten.

Polizei und Staatsanwaltschaft weisen in Zusammenhang mit dem Vorfall darauf hin, dass nicht nur die Herstellung und der Verkauf, sondern auch die Nutzung gefälschter Impfpässe strafbar ist. Zudem rufen sie zu mehr Vorsicht in den Sozialen Medien auf:

  • Veröffentlicht keine Bilder von eurem Impfausweis über Messenger oder soziale Medien. Kriminelle können sensible Daten von euren Fotos nutzen, um gefälschte Impfpässe herzustellen oder dem Paul-Ehrlich-Institut falsche Nebenwirkungen zu melden. 
  • Wenn ihr Angebote oder Anzeigen für gefälschte Impfpässe seht, meldet sie bei der Polizei und dem jeweiligen Netzwerkbetreiber.
  • Achtet grundsätzlich auf den Schutz eurer Daten im Netz und im realen Leben.
Vorschaubild: © Sven Hoppe (dpa)