Im erweiterten Innenstadbereich gibt es derzeit ein ganzes Bündel der unterschiedlichsten Geschwindigkeitsbereiche: Die Fußgängerzone mit Fahrverkehr nur zu bestimmten Zeiten, den
verkehrsberuhigten Bereich (Schrittgeschwindigkeit), Bereiche mit Tempo 20 und Tempo 30 sowie Zonen, in denen trotz viel Fußgängeraufkommens und aufgrund der reduzierten Geschwindigkeit im nahen Umfeld immer noch mit 50 Stundenkilometern gefahren werden darf.
Um bei allen Verkehrsteilnehmern (Ortskundigen und Auswärtigen) eine möglichst hohe Akzeptanz der "verkehrlich notwendigen Vorgaben" zu erreichen, hat das Ordnungs- und Sicherheitsreferat eine Vereinheitlichung vorgeschlagen. Diese nahmen die Bau-Stadträte nach einer Präsentation in der jüngsten Sitzung mit Wohlwollen zur Kenntnis. Weil man nicht alles auf einmal machen kann und eine Änderung wegen der laufenden Umgestaltungen in bestimmten Bereichen derzeit keinen Sinn macht, geht die Stadt das Projekt in drei Stufen von kurz- bis langfristig an.

Immer wieder gefordert

Die unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten in der Innenstadt haben Stadträte in der Vergangenheit wiederholt zu Anfragen veranlasst. Zuletzt war das im Zusammenhang mit den Umgestaltungen im Revier ums Zeughaus der Fall. Dabei wurde einmal mehr eine Vereinheitlichung in der Innenstadt gefordert. Der trägt das Ordnungsamt nun Rechnung und erfüllt damit auch die im neuen Verkehrsentwicklungsplan 2030 enthaltenen Vorschläge.
In der kurzfristigen Planung, die noch in diesem Jahr und 2015 umgesetzt werden soll, gibt es die größten Veränderungen im Bereich Grüner Markt und südlich der Neutorstraße. Angedacht ist, das Stadtgebiet südlich der Achsen Friedrich/Niederwerrner Straße künftig mit Ausnahme der Hauptverkehrsstraßen Friedrich-Stein- und nördliche Wilhelmstraße als Tempo-30-Zone (bisher 50) auszuweisen. Das soll laut Ordnungsamtsleiter Frank Reppert zeitnah geschehen. Dass nun auch in der Johannisgasse, auf dem Anton-Niedermeier Platz und in der Siebenbrückleinsgasse Tempo 30-Zone eingerichtet werden, ist überfällig.
Zu den mittelfristigen Gebieten zählen ausnahmslos die Bereiche, die im Zug der Altstadtsanierung umgestaltet werden - wie das Revier ums Zeughaus. Dort verschwinden Tempo 50- und -20-Zonen, künftig soll einheitlich Tempo 30 gelten.

Kosten: 1500 Euro

Nach Umsetzung aller verkehrlichen Änderungen wird es nach Auskunft des Ordnungsamtes abseits der Hauptverkehrsstraßen im erweiterten Innenstadtbereich nur noch drei Regelungen geben: Fußängerzone, Tempo 30 und für Wohnquartiere verkehrsberuhigt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit (Verkehrsaufkommen auch wegen des Parkhauses, ÖPNV) wird lediglich der östliche Abschnitt der Rückertstraße/Am Mühltor wie schon jetzt Tempo-20-Zone bleiben. Die Kosten für die kurzfristige Umschilderung liegen bei 1500 Euro.