Gegen 13.30 Uhr hatte es an der Wohnungstüre der älteren Leute in der Luitpoldstraße geklingelt. Der Mann gab sich als Polizeihauptkommissar "Kunzmann" aus. Er zeigte dann auch kurz einen Ausweis und bat das Ehepaar, ihm ihren Aufbewahrungsort ihres Geldes zu zeigen. Während der Zeit tat der Unbekannte so, als ob er sich Notizen machen würde. Darüber, wo die älteren Leute ihr Geld hatten, wurde zwar gesprochen, der genaue Ort allerdings dem Mann nicht gezeigt.

Der Unbekannte zog sich dann aus nicht geklärten Gründen wieder aus der Wohnung zurück, ohne dass es zu einem Diebstahl gekommen wäre. Nach etwa 30 Minuten kam den älteren Leuten des Auftauchen des angeblichen Polizisten verdächtig vor und sie meldeten sich bei der Schweinfurter Polizei.

Von dem falschen Polizisten gibt es nur eine vage Beschreibung: Er ist etwa 180 cm groß und hat eine kräftige Figur. Zur Kleidung ist nur bekannt, dass er eine helle Windjacke und eine helle Hose trug.

Bei den weiteren Ermittlungen hofft der Sachbearbeiter der Kriminalpolizei Schweinfurt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

- Wo ist der falsche Kriminalbeamte am Montag noch aufgetreten?
- Wem ist ein Mann mit der abgegebenen Beschreibung in der Luitpoldstraße aufgefallen?
- Wer hat sonst irgendwelche Beobachtungen gemacht, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnten?

Hinweise erbeten unter Tel. 09721/202-1731 entgegen.


Generelle Warnung vor falschen Beamten

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt diesen neuen Fall zum Anlass, noch einmal vor dem Auftreten falscher Polizeibeamter zu warnen. Das Verhalten des Täters war für einen echten Polizeibeamten völlig untypisch. Kein Polizist lässt sich den Aufbewahrungsort von Geld in der Wohnung ohne erkennbaren Grund zeigen. Sollte man Verdacht schöpfen, dass irgendetwas nicht stimmen könnte, ist eine unverzügliche Kontaktaufnahme mit der örtlichen Polizeidienststelle sinnvoll.

Hier lässt sich schnell abklären, ob man es mit einem echten Polizeibeamten zu tun hat, der vor einem steht. Und ganz wichtig ist natürlich auch, sich den Dienstausweis des Beamten zu einer genauen Prüfung zeigen zu lassen. Hier werden oft Fälschungen verwendet, die bei genauerer Betrachtung als solche auch zu erkennen sind.