Kurz nach 17.30 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein Notruf, dass es zu einer Explosion in einem Haus in der Jägerstraße gekommen ist. Der 38-jährige Bewohner war ersten Erkenntnissen zur Folge zum Zeitpunkt der Explosion zu Hause und hatte Glück im Unglück. Er konnte sich selbst aus dem Anwesen retten und kam dem Sachstand nach leicht verletzt davon. Rettungsdienst und ein Notarzt kümmerten sich sofort um den Mann, danach wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Doppelhaushälfte wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen, ist einsturzgefährdet und damit unbewohnbar.

Binnen weniger Minuten waren mehrere Streifen der Schweinfurter Polizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerkes vor Ort. Der Gefahrenbereich wurde sofort abgesperrt. Hierbei kamen auch Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Würzburg zum Einsatz. Die Stadtwerke Schweinfurt stoppten die Gasversorgung für den betroffenen Straßenzug und stellten den Strom für das explodierte Haus ab. Elf Bewohner benachbarter Gebäude wurden nach ihrer Evakuierung vom Rettungsdienst versorgt und betreut.

Die Doppelhaushälfte ist nach der Explosion einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar.

Der 38-jährige Bewohner befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Die Kripo Schweinfurt hat den Unglücksort beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Ursache für die Explosion dauern an.


Brandwache über die ganze Nacht

Während der gesamten Nachtzeit hatte die Schweinfurter Feuerwehr eine sogenannte Brandwache an dem Unglücksort gestellt. Dies war nötig, um sofort einschreiten zu können, falls Glutnester aufflackern. Glücklicherweise kam es nicht dazu. Auch die Polizei war mit einer Streife pausenlos am Ort des Geschehens. Am Sonntagvormittag hat eine Firma die Gasleitung zu der betroffenen Doppelhaushälfte abgetrennt, so dass die weiteren Anwesen der Jägerstraße jetzt Zug um Zug wieder ans Gasnetz angeschlossen werden können.

Die vier Bewohner der zweiten, unmittelbar an das betroffene Haus angebauten Doppelhaushälfte können aus Sicherheitsgründen noch nicht in ihr Anwesen zurückkehren. Sie kamen bei Verwandten unter.

Die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt gestalten sich - was den Unglücksort selbst anbelangt - schwierig, da das Gebäude einsturzgefährdet ist. Nach den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen ist geplant, dass die Spezialisten im Laufe des Montags ihre genaueren Untersuchungen aufnehmen können.