Er hätte in Spanien Tapas essen oder auf dem Oktoberfest Maßkrüge stemmen können - stattdessen hat sich Robert "Bobby" Burgess aus Miami/Florida bei seinem dreiwöchigen
Europa-Urlaub eine Woche lang bei Freunden in Schweinfurt einquartiert, um in der Kleiderkammer der Asyl-Erstaufnahme zu helfen.
"Das sind die besten Ferien, die ich je gemacht habe", sagt der 51-Jährige. Die Erfahrung, mit den anderen engagierten Helfern zusammenzuarbeiten, ist wertvoll für ihn. Täglich berichtete er via Facebook, was er in der Erstaufnahme erlebt hat. Denn in den USA sei die Flüchtlingskrise eher ein Randthema. "Das ist so weit weg, die Leute ,fühlen‘ es nicht."
Burgess möchte die Menschen in seiner Heimat sensibilisieren und zur Hilfe animieren. Mittlerweile gibt es sogar schon konkrete Pläne: Im Dezember will der Flugbegleiter wieder herfliegen und beim Sortieren helfen - wahrscheinlich mit einem ganzen Kollegen-Team.
Ganz aktuell ist das Gespräch mit der Zeitung aber auch eine gute Gelegenheit, um auf die am dringendsten benötigten Spenden aufmerksam zu machen: Herrenkleidung in kleinen Größen, Turnschuhe, Unterwäsche, stabile Plastiktüten, Koffer, Taschen und Kinderwagen.