Dazu werde die Stadt ein weiteres Gebäude auf dem ehemaligen Kasernen-Areal umbauen.

Derzeit können in Schweinfurt etwa 250 Menschen versorgt und aufgenommen werden. Die Flüchtlinge kommen vor allem aus Afghanistan, Georgien, der Ukraine, Albanien und Syrien. Im August sollen die Bauarbeiten auf dem etwa drei Hektar großen Gelände so weit abgeschlossen sein, dass alle bisher eingeplanten 540 Plätze belegt werden können. Von 2016 an sollen es schließlich 820 Betten sein. Im September will zudem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Räume auf dem einstigen US-Militärgelände beziehen.

Die Erstaufnahme in Schweinfurt ist die vierte im Freistaat - nach München, Zirndorf in Mittelfranken und dem niederbayerischen Deggendorf. Auch in Bamberg ist auf dem ehemaligen US-Kasernengelände eine Erstaufnahme-Einrichtungn für bis zu 600 Asylbewerber geplant. Dort werden die Flüchtlinge versorgt und untersucht. Außerdem wird ihr Asylantrag auf den Weg gebracht. Nach der Erstaufnahme werden die Asylbewerber nach einem festgelegten Schlüssel auf die Regierungsbezirke verteilt. In diesem Jahr hat Bayern bereits mehr als 42 000 Asylbewerber untergebracht. Das Ministerium rechnet mit mehr als 70.000 bis zum Jahresende.

Grünes Licht für Praktika

Die Bundesregierung will unterdessen jungen Flüchtlingen den Zugang zu berufsorientierten Praktika erleichtern. Das Kabinett stimmte am Mittwoch einer Neuregelung von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zu. Die Verordnung geht auf eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zurück und steht im Zusammenhang mit einer Reihe von Regeln, die Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern sollen. dpa/agr