In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte sich ein Einbruch ereignet, bei dem die Täter unter Zurücklassung der beiden Tatfahrzeuge geflohen waren.
Die Tatbeute, etwa drei Tonnen Metall, war bereits verladen oder bereitgestellt worden. Die intensive Suche nach den Flüchtigen auch mit Diensthund und Hubschrauber führte nicht zum Erfolg.

Die entscheidende und äußerst ungewöhnliche Wende kam in den Vormittagsstunden des Dienstag. Da tauchten nämlich zwei Männer bei der Polizei in Schweinfurt auf. Die 28 und 33 Jahre alten Osteuropäer warteten dort mit einer Geschichte auf, die ihnen den Weg ins Gefängnis letztendlich nicht ersparte. Sie erzählten den Beamten, dass sie die von den Beiden von einer Mietfirma geliehenen Fahrzeuge zufällig an ihrem Rastplatz erscheinende Landsleute für bestimmte Zwecke "ausgeliehen" und diese die Fahrzeuge nicht mehr zurückgebracht hätten.

In der polizeilichen Vernehmung ergaben sich jedoch schnell Widersprüche und die vorgelegten Schilderungen erschienen den Ermittlern doch sehr abenteuerlich. Da sich zwischenzeitlich dringende Verdachtsmomente ergeben hatten, dass die Männer mit dem Einbruch selbst zu tun haben könnten, wurden sie noch an Ort und Stelle festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden sie am gleichen Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle gegen die Beiden.

Da nicht auszuschließen ist, dass weitere Personen an dem Einbruch beteiligt waren, werden Zeugen verdächtiger Vorkommnisse gebeten, ihre Feststellungen der Kripo Schweinfurt unter 09721 / 202-1731 zu melden. pol