17 Jahre lang hatten Diana Schmeltzer und ihr Bruder Jürgen Köhler neben dem Kino auch die Kneipe betrieben. "Die ersten zwölf Jahre liefen sehr gut, dann wurde es weniger und nun stand die Entscheidung an, die Gastronomie zu erneuern", sagt Diana Schmeltzer. Da traf es sich gut, dass Ludwig Fischbach auf der Suche nach einem neuen Lokal war.
Der Schweinfurter Gastronom Fischbach hatte, wie berichtet, bis vor wenigen Monaten die Tagesbar Schiller am Schillerplatz geführt. Von ihm versprechen sich Schmeltzer und Köhler frischen Wind und ein gastronomisches Programm, das zum Qualitätsanspruch ihres Programmkinos passt. Sie selbst sehen sich ohnehin als "reine Kino-Menschen" und darauf wollen sie sich künftig konzentrieren.Die Renovierung der Räume ist fast abgeschlossen. Fischbach übernimmt das Kaffeehaus-Mobiliar und auch die kleine Eule, das Wahrzeichen des KuK und ein Geschenk zum Einzug vor 17 Jahren, darf weiter in der Ecke sitzen und ins Lokal schauen. Aber es wird auch Erinnerungen an das "Schiller" geben. Der 33-Jährige hat den goldenen Lüster und den großen Spiegel mitgenommen und will eine alte Landkarte "zu Schillers Tell" aufhängen - ein Geschenk zum Abschied.
Auch unter dem neuen Pächter wird das KuK kein Restaurant, sondern bleibt eine Kneipe mit kleinen Speisen - allerdings, wie schon im "Schiller", alles selbst gekocht mit Lebensmitteln aus der Region. Im ehemaligen Billardraum im hinteren Bereich will Ludwig Fischbach eine Kochschule einrichten. Alle Kochkurse finden künftig hier statt. Das Kino ist auch während der Umbauzeit geöffnet. Katharina Winterhalter