Der deutsche Wetterdienst hat für Franken Wetterwarnungen herausgegeben. In vielen Gegenden wird vor starkem Schneefall, Glatteis und Schneeverwehungen gewarnt. Aufgrund der winterlichen Schneeverhältnisse hat es am Dienstag schon zahlreiche Unfälle gegeben.

Auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Wertheim und Marktheidenfeld sind zahlreiche Lkw an einer Steigung hängen geblieben. In dem sich darauf bildenden Stau ist es auf der Dertinger Brücke zu mehreren Unfällen mit Pkws gekommen.

Nach heftigen Schneefällen ist am Dienstag auch der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main für Stunden geschlossen worden. Bereits am Morgen waren wegen verschneiter Landebahnen Hunderte Flüge ausgefallen. Bei dichtem Schneetreiben war das Luftverkehrs-Drehkreuz in Frankfurt am Vormittag geschlossen worden. Nach Angaben der Fraport AG kamen die Arbeitsfahrzeuge mit dem Räumen nicht nach. Am Nachmittag wurde eine der drei Startbahnen wieder geöffnet. Vereinzelte Maschinen konnten wieder abheben, sagte eine Fraport-Sprecherin. Das Landen war nach wie vor nicht möglich. Bis zum Nachmittag seien mehr als 400 Flüge ausgefallen. Verzögerungen und Annullierungen könnten sich bis Mittwoch hinziehen, wie die Sprecherin sagte. Passagiere sollten sich früh informieren.

"Märzwinter" ist nicht ungewöhnlich

Der "Märzwinter" lässt Deutschland und weite Teile Europas auch in den kommenden Tagen nicht los. Schnee und Eiseskälte sind am Dienstag in der Mitte des Landes angekommen und ziehen nach Angaben von Meteorologen in den kommenden Tagen weiter nach Süden.

Laut der Internetseite des regionalen Meteorologen Wetterochs kann in Franken mit bis zu zehn Zentimern Neuschnee gerechnet werden. "Der Nordostwind weht schwach bis mäßig, im Bamberger Raum auch gelegentlich frisch und da der Schnee dort pulvrig ist, kann es dort auch zu Verwehungen kommen." Am Abend sinken die Temperaturen vielerorts wieder unter die Null Grad. Dadurch kann es zu überfrierender Nässe kommen und die Straßen daher sehr glatt werden.

Aussichten für die nächsten Tage

Laut dem deutschen Wetterdienst bleibt es vorerst noch winterlich, mit zeitweiligem Schneefall und örtlich strengem Nachtfrost. Laut Wetterochs setzt nach ein paar winterlich kalten Tagen dann am kommenden Wochenende eine deutliche Milderung ein.