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Hilpoltstein: Traditionsbetrieb Maas+Roos an Auslands-Investor verkauft


Autor: Anton Knorr

Hilpoltstein, Sonntag, 24. Mai 2026

In Mittelfranken hat der Leuchtreklame-Hersteller Maas und Roos seinen Sitz. Das Traditionsunternehmen wurde nach einer Insolvenz an einen ausländischen Investor verkauft.


Die Maas+Roos Signage GmbH aus Hilpoltstein (Kreis Roth) stellt seit 1959 Leuchtreklame her. Im November 2025 hat das fränkische Traditionsunternehmen Insolvenz angemeldet. Im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens hat die Firma nun einen neuen Investor gefunden, wie die Pressestelle des zuständigen Vermittlers Pluta GmbH in einer Pressemeldung am Freitag (22. Mai 2026) mitteilt. Dieser begleitete die Transaktion. Laut einem Bericht der Deutschen Handwerkszeitung gehören unter anderem Rolex, Samsung und Ikea zu den Kunden der Firma.

Die Investorenvereinbarung sei bereits notariell unterzeichnet worden und werde im Zuge eines Insolvenzplans umgesetzt. Nach Angaben der Beteiligten ist der Insolvenzplan rechtskräftig, nachdem die Gläubiger dem Plan laut Mitteilung im Erörterungs- und Abstimmungstermin am Vortag einstimmig zugestimmt hätten. Käufer sei eine Schweizer Gesellschaft unter der Leitung von Andre Richner, der unter anderem die Richnerstutz AG aus der Schweiz gegründet habe, einem Unternehmen, das auf Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen spezialisiert ist.

Hilpoltsteiner Unternehmen meldete im November Insolvenz an - so geht es weiter

Wegen eines Liquiditätsengpasses hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben im November 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Nach Angaben in der Meldung werde der Geschäftsbetrieb seitdem fortgeführt. Die Geschäftsführung wurde während des Verfahrens von Michael Wirth von der Kanzlei Dr. Schmitt & Kollegen sowie von Philip Zent und Sebastian Zentgraf unterstützt. Joachim Exner von der Kanzlei Dr. Beck & Partner sei als Sachwalter tätig, um das Verfahren im Interesse der Gläubiger zu überwachen.

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Nach Angaben der Pluta Management GmbH war das Unternehmen beauftragt, den sogenannten M&A-Prozess für Maas+Roos Signage zu begleiten. Diese Maßnahme umfasste die Investorensuche und die Umsetzung der Transaktion. Laut Angaben des Pluta-Geschäftsführers Marcus Katholing seien im Rahmen der Transaktion rund 140 Mitarbeiter übernommen worden, wodurch nahezu alle Arbeitsplätze erhalten bleiben konnten. Die "starke Marktposition" des Unternehmens habe demnach wesentlich zum erfolgreichen Abschluss der Investorensuche beigetragen. Laut Pluta plane der neue Investor, die Marke Maas+Roos fortzuführen und die Zusammenarbeit mit der Richnerstutz AG auszubauen.

Die Richnerstutz AG wird dabei als spezialisiertes Unternehmen für Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen im Außen- und Innenbereich beschrieben. Das Unternehmen kenne Maas und Roos bereits seit mehreren Jahren und sei zuvor selbst Kunde dort gewesen. Der zugehörige Verwaltungspräsident erklärt: "Wir sehen Potenzial im Bereich hochwertiger Signage-Lösungen und wollen die Marktposition ausbauen." Ein anderes fränkisches Unternehmen wurde nach Insolvenz kürzlich ebenfalls von einem Investor übernommen. Eine Gesellschaft der niederländischen Zulk Holding B.V. hat einen Bademode-Hersteller aus Bayreuth aufgekauft. Weitere Nachrichten aus Roth und der Umgebung liest du in unserem Lokalressort. 

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