TSV Großbardorf - SV Erlenbach 1:0 (1:0). Tor: 1:0 André Rieß (31.) - Klar war allen 270 Zuschauern nach den 90 Minuten an der Unterhofer Straße, dass man kein hochklassiges Bayernliga-Spiel gesehen hatte. Das Wichtigste war aber den Anhängern und den Verantwortlichen der Bardorfer, dass dank des 1:0-(1:0)-Siegs die drei Punkte im Grabfeld geblieben waren. Das bestätigte auch Trainer Hansjürgen Ragati: "Entscheidend ist heute nur der Sieg."

Zu Beginn der Partie agierte der Gastgeber aufgrund der letzten beiden Testspiele, die schlecht verlaufen waren, ziemlich verunsichert. Folglich hatte der Gast auch die erste gute Möglichkeit durch den Kopfball von Paul Heinrich. Danach aber kamen die Ragati-Schützlinge besser in die Partie. Durch Alexander Mantlik, der das Leder nach einem Kirchner-Schuss nicht über die Linie brachte, hatten die Hausherren auch ihre erste Möglichkeit. Nur eine Minute später hatte Simon Heim die nächste, als er nach einem Piecha-Rückpass an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss kam. Aber er schoss dem Gästekeeper den Ball genau in die Arme (16.).

Als Björn Schönwiesner bei seinem zweiten Sturmlauf übers halbe Feld nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, verhängte Schiedsrichter Stefan Klerner folgerichtig einen Freistoß. Diesen lupfte André Rieß aus 25 Metern elegant über die Mauer und genau ins Eck. Da Rieß per Kopf und Manuel Leicht zwei Chancen ungenutzt verstreichen ließen, blieb es bei der knappen TSV-Führung beim Wechsel. "Das war ein zu dünner Vorsprung zur Pause", sagte Ragati. Und sein Gegenüber Baier war froh, nur 0:1 im Rückstand gelegen zu haben. Für seine Vorstöße in den ersten 45 Minuten bekam Björn Schönwiesner ein Sonderlob seines Trainers. "Da hat er viel gemacht und mächtig Druck auf den Gegner ausgeübt."

Nach Wiederanpfiff hatten die Bardorfer einige Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen. "Da versäumten wir leider nachzulegen", sagte Ragati in Anbetracht der Tatsache, dass seine Mannen beste Chancen liegen ließen. Er dachte da an Manuel Leicht, der mit einem Linksschuss knapp das Tor verfehlte, und in einer zweiten Situation selbst den Abschluss suchte, obwohl drei Mitspieler frei in der Mitte standen.
Viel Glück hatte der Gastgeber in der 73. Minute, dass sich Schlussmann Klaus Freisinger auf dem Posten zeigte.

"Jeder hat erkannt, dass einiges im Spiel bei uns Stückwerk war und wir uns in den nächsten Spielen steigern müssen. Aber positiv war, dass wir zu Null gespielt haben. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung. Dafür ein Glückwunsch an die Elf. Ich bin froh über den Sieg", bilanzierte Ragati.