TSV Großbardorf - ASV Hollfeld 3:0 (3:0). Tore: 1:0 Manuel Leicht (3.), 2:0 Björn Schönwiesner (5.), 3:0 Stefan Piecha (25.). Besonderes Vorkommnis: Manuel Leicht (Großbardorf) scheitert mit Foulelfmeter an Christoph Wächter (58.).
Eine mehr als einseitige Partie erlebten die nur 170 Zuschauer in der Bioenergie Arena. Denn zu keiner Zeit konnte der Tabellenletzte mit den Grabfeld-Galliern mithalten. "Wir hatten eine defensiv eingestellte Gästeelf erwartet, und es war auch der Fall, dass sie so über die Runden kommen wollten", sagte Bardorfs Coach Hansjürgen Ragati zu Beginn seines Statements. "Die zwei schnellen Tore haben uns aber gut geholfen." Denn die Seinen legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach nur drei Minuten schlug es erstmals beim Hollfelder Keeper Christoph Wächter ein. Stefan Piecha erkämpfte sich den Ball, lief bis zur Grundlinie und Mannschaftskapitän Manuel Leicht spitzelte seine Eingabe ins Gehäuse der Gäste. Nur kurze Zeit danach bereits der zweite Streich der Grabfelder. Nach einem flach getretenen Freistoß von André Rieß landete das Leder bei Björn Schönwiesner, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und aus sechs Meter einnetzte.

Wer nun auf ein Schützenfest der Hausherren gehofft hatte, wurde enttäuscht. Denn die Mannen von Ragati erspielten sich zwar eine Unmenge von Möglichkeiten, gingen aber in der Folgezeit zu fahrlässig mit diesen um. "Hollfeld kann mehr als froh sein, dass es zur Pause nur 3:0 stand", befand der TSV-Trainer in Anbetracht dieser Chancen. So lief Torjäger Alexander Mantlik, der unter der Woche krank war, aber spielen konnte, nach 23 Minuten nach einem Schönwiesner-Zuspiel völlig allein auf den Keeper der Gäste zu, scheiterte aber an diesem.
Doch zwei Minuten später war auch Wächter machtlos. Nach einem Zang-Pass auf Alexander Mantlik verlängerte dieser das Leder mit dem Absatz zum frei durchlaufenden Stefan Piecha, der einschob. "Wir haben unsere Möglichkeiten gut herausgespielt und stets über die Außenpositionen agiert. In der ersten Halbzeit vorwiegend über links, danach über beide Seiten", lobte Ragati.

Während die TSV-Bank zur Pause durchaus zufrieden sein durfte, war dies bei den Gästen überhaupt nicht der Fall. "Wir nehmen unsere letzten Spiele mit Humor und wollen uns nur gut verabschieden. Das ist uns aber heute überhaupt nicht gelungen. Allerdings ist Großbardorf eine sehr spielstarke Mannschaft", urteilte ASV-Coach Christoph Mrusek.

In der Halbzeit versuchte er, seine Elf so einzustellen, dass man nicht unter die Räder kommt. Dies gelang mit Wächter, der mit einigen Glanzparaden weitere Gegentreffer verhinderte, und der Tatsache, dass die Hausherren enorm viele hochkarätige Chancen liegen ließen. So scheiterte zum Beispiel nach 58 Minuten Manuel Leicht mit einem Foulelfmeter am ASV-Schlussmann. "Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, noch einige Tore zu schießen und zu Null zu spielen. Letzteres ist uns gelungen. Leider haben wir vorne etwas Ladehemmung", gab Ragati noch zu Papier.
Großbardorf: Freisinger - Barssabas (46. Katzenberger), Orf, Lurz, Zang - Kirchner (78. Neder) - Rieß (75. Wenzel), Piecha, Schönwiesner - Mantlik, Leicht.