TSV Großbardorf - SV Memmelsdorf 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Manuel Leicht (69.), 2:0 Johannes Katzenberger (81.).
Nach Erfolgen in Selbitz (3:0), gegen Hollfeld (2:0) und in Kitzingen (1:0, Pokal) ließen die Grabfeld-Gallier beim 2:0 gegen den abstiegsbedrohten SV Memmelsdorf in der Bayernliga den vierten Sieg ohne Gegentor folgen.
"Glückwunsch an die Mannschaft", lobte denn auch Trainer Hansjürgen Ragati. Er räumte allerdings ein, dass die Vorstellung seiner Mannschaft kämpferisch zwar in Ordnung, aber "spielerisch nicht das Gelbe vom Ei" gewesen sei. Er stimmte mit seinem Gegenüber Bernd Eigner überein, dass das Match stark vom Kampf geprägt war. "In unserer Lage geht es nur über den Kampf", begründete Eigner.

Die erste Halbzeit verlief auf Augenhöhe. "Ich sah ein Chancenverhältnis von 2:1 zugunsten der Platzherren", bilanzierte Eigner. Ragati stimmte voll und ganz zu. Gemeint waren die beiden Großchancen des Hausherrn durch Manuel Leicht (19.) und Pascal Stahl (22.). Ersterer setzte das Leder nach einer gelungenen Kombination knapp am langen Pfosten vorbei, Stahl traf nach einer Leicht-Flanke per Kopf das Gehäuse von Gästekeeper Sascha Haupt nicht. Dazwischen lag die Möglichkeit des SV durch Simon Ruß, der an der Latte scheiterte (20.). Das war schon die ganze Herrlichkeit.

Der zweite Abschnitt begann zäh. "Wir wussten, dass es ein Geduldspiel werden würde", sagte Ragati. "Entscheidend war der Geniestreich von Manuel Leicht." Nach einem Foul an Alexander Mantlik hämmerte der TSV-Kapitän den Freistoß aus 17 Metern knallhart unter die Latte. Die endgültige Entscheidung besorgte der eingewechselte Johannes Katzenberger: Nach Zuspiel von Stefan Piecha ließ er dem Torwart aus 18 Metern keine Chance. "Diesmal haben wir das 2:0 nachgelegt und mussten nicht mehr zittern", freute sich Ragati.
Großbardorf: Freisinger - Kirchner, Orf, M. Lurz, Zang - Piecha - Rieß (62. Katzenberger), Stahl (78. Wenzel), Schönwiesner - Mantlik (87. Heim), Leicht.