TSV Großbardorf - SV Seligenporten (Samstag, 16 Uhr)

Diese Hoffnung hat auch TSV-Mannschaftskapitän Stefan Piecha, der sich den Bruch zur Halbzeit in den Partien im Pokal in Bamberg und in der Liga im Derby beim Würzburger FV nicht erklären kann. "Die beiden Niederlagen haben unseren guten Re-Start zunichte gemacht. Nun müssen wir wieder in die Spur kommen. So ein Bruch darf uns gegen das Spitzenteam Seligenporten nicht noch einmal passieren."

Piecha ist Realist genug, um zu wissen, dass für sein Team in dieser Saison bestenfalls Platz vier drin ist. "Der Rückstand auf die drei Spitzenteams Eltersdorf, Vilzing und eben Seligenporten ist zu groß." So beträgt er auf den Samstag-Gegner neun Punkte, auf Vilzing 15 und auf Spitzenreiter Eltersdorf 16.

Druck bei Seligenporten

"Wir wollen die Runde auf dem vierten Platz abschließen." Der Gast hingegen will auf keinen Fall als Verlierer vom Platz gehen, sondern muss gewinnen, um das Führungsduo im Auge zu behalten.

"Der Druck liegt eindeutig auf Seligenporten, der gefühlt ein Regionalligist ist. Sie haben ganz andere Mittel als wir. Mit denen können und wollen wir uns nicht messen. Wir werden unseren Weg mit jungen, willigen Spielern weitergehen", sagt der TSV-Coach. Er liebäugelt mit einer Überraschung.

Beim Blick auf den Kader der Gäste war dem Kapitän der Grabfeld-Gallier zu Saisonbeginn klar, dass der Weg zur Meisterschaft nur über Seligenporten führt. "Sie sind vorne dabei, müssen aber unbedingt siegen; sie haben zuletzt Boden verloren."

Nach dem Re-Start holte die Mannschaft von Gerd Klaus (ehemals FC Schweinfurt 05) nur einen Zähler aus den beiden Spitzenspielen gegen Eltersdorf (0:0) und Vilzing (0:2). Piecha: "Wir dagegen haben nichts zu verlieren und können befreit gegen dieses Team, das viel Qualität hat, aufspielen. Wir wissen auf jeden Fall, was auf uns zukommt."

Schon zwei Heimsiege

Hoffnung sollte der TSV-Elf geben, dass sie sowohl in der Saison 2015 als auch 2018 die Oberpfälzer daheim jeweils mit 2:1 besiegen konnte. Dagegen zog man in den zwei Partien im Jahr 2019 in Seligenporten jeweils den Kürzeren - 2:3 und im Hinspiel mit 1:3, obwohl man bis zur 82. Minute durch Tobias Fleischer mit 1:0 in Führung gelegen hatte.

Ein Blick aufs Torverhältnis des SV (46:17 in 22 Partien) zeigt, dass deren Stärke in der Abwehr liegt. Der TSV-Torhüter dagegen musste in 23 Spielen 40 Mal hinter sich greifen.

Personell schaut es bei den Gastgebern gut aus. Brendler muss nur auf Ronny Mangold verzichten, der noch eine Woche ausfällt. "Sonst sind alle einsatzfähig."gmad