Die Oberfranken von HaSpo Bayreuth steigen als zweiter bayerischer Klub neben Bayernliga-Meister VfL Günzburg auf. HaSpo profitierte als Nachrücker vom Rückzug des HC Elbflorenz II, der in der vergangenen Saison mit dem HSC in der 3. Liga Mitte spielte.

Im Handball wurden wegen der Corona-Pandemie alle Wettbewerbe abgebrochen. Mit der Konsequenz, dass es zwar Meister und Aufsteiger gibt, aber keine Absteiger. Somit wurde die Zahl der Drittligisten von bislang 60 auf 72 in der Saison 2020/21 erhöht. Eine Regelung, die auch dem HSC Bad Neustadt zugute kam, der fünf Spieltage vor dem regulären Saisonende fünf Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hatte.

Vier Staffeln zu je 18 Klubs?

Die Einteilung der Drittliga-Staffeln will der DHB in den nächsten Wochen vornehmen. Noch bis Ende Mai könnten die Klubs ihre Meldung widerrufen. Ob dann in vier Staffeln zu je 18 Klubs gespielt wird, hängt maßgeblich davon ab, wann die Saison 2020/21 beginnen kann. Spielleiter Andreas Tiemann sagte der Nachrichtenseite come-on.de, dass er vier Pläne in der Schublade habe: für einen Saisonstart im September, Oktober, November oder Januar. Bei den beiden späteren Terminen wird wohl die Zahl der Drittliga-Staffeln erhöht und die Zahl der Teams pro Staffel verringert.

Unterdessen wird sich der HSC mit Freikarten für Spiele in der kommenden Saison bei Menschen bedanken, die sich in Zeiten der Corona-Pandemie für die Gesellschaft engagieren. "Alle Menschen aus systemrelevanten Berufen, die weiterhin in der Öffentlichkeit ihrem gewöhnlichen Beruf nachgehen, sorgen dafür, dass wir auch in der aktuellen Krisenzeit gut versorgt sind. Sie zeigen großen Einsatz, obwohl sie einer erhöhten Infektionsgefahr durch das Coronavirus ausgesetzt sind", heißt es in einer Mitteilung der Rotmilane. Der HSC bezeichnet diese Menschen als #eimat-Helden. Der Hashtag steht in diesem Fall für den Buchstaben h.

"Kleine Aufmerksamkeit"

Der Startschuss zur Aktion fiel am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt. Freikarten verteilt der HSC auch an Mitarbeiter einiger Betriebe, Alten- und Pflegeeinrichtungen, des Rettungsdiensts sowie der Corona-Teststation.

Rotmilane-Geschäftsführer Eduard Mardian sagte: "Sie leisten mit der Behandlung der Corona-Patienten auf einer separaten Station einen sehr großen Teil in dieser Krise. Ihre Leistungen in den vergangenen Wochen und Monaten sind gar nicht hoch genug einzuschätzen, weswegen wir ihnen mit den Tickets eine kleine Aufmerksamkeit, verbunden mit einem großen Dankeschön, in dieser schweren Zeit bereiten möchten." HSC-Schlussmann Felix Schmidl bedankte sich im Namen der Mannschaft für das Engagement der Mitarbeiter.

Helmut Bühner, Betriebsratsvorsitzender am Rhön-Klinikum Campus, nahm die Tickets stellvertretend für das Krankenhaus entgegen: "Wir freuen uns sehr, dass der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeiter gesehen wird und der Pflegeberuf in den vergangenen Wochen an Wertschätzung gewinnen konnte. Vielen Dank an den HSC für diese tolle Aufmerksamkeit."