TSV Aubstadt - SpVgg Greuther Fürth II 2:2 (1:0). Tore: 1:0 Daniel Leicht (29., Foulelfmeter), 1:1 Thomas Komornyik (58.), 1:2 Adlung (85., Foulelfmeter), 2:2 Christopher Bieber (90.+2).

Für die Aubstädter bedeutete der Auftritt im Ligapokal das erste Pflichtspiel im Schulstadion seit dem vergangenen November. Und das Debüt von Victor Kleinhenz auf der Trainerbank. In seiner Startelf standen mit Tim Hüttl, Lennart Seufert und Patrick Hofmann drei Neuzugänge. Hofmann, vom Würzburger FV ins Grabfeld gewechselt, war gleich der auffälligste Spieler. Dreimal hätte er treffen können, dreimal scheiterte er. Das einzige Tor des ersten Durchgangs erzielte Daniel Leicht, der einen an Christopher Bieber verwirkten Foulelfmeter verwandelte. "In der ersten Halbzeit haben wir viele Torchancen über beide Flügel herausgespielt", sagte Kleinhenz, "haben es aber nicht geschafft, das 2:0 zu erzielen." Zehn Minuten nach Wiederbeginn hatte Hofmann das 2:0 auf dem Fuß, geriet auf dem Weg zum Tor aber ins Straucheln. Freilich wurden die Gäste nun immer dominanter und glichen kurz vor der Stundenmarke aus. Der eingewechselte Komornyik traf mit seinem ersten Ballkontakt zum 1:1.

In der entscheidenden Phase der Partie stand der junge Aubstädter André Rumpel im Mittelpunkt. Der Neuzugang aus der U19 des FC Schweinfurt 05 verschuldete zunächst den Foulelfmeter, den Adlung zur Fürther Führung ins Netz schoss. Als die Nachspielzeit schon lief, machte der Mittelfeldspieler seinen Fauxpas gut. Er dribbelte mutig in den Strafraum, nahm den Kopf hoch und fand Christopher Bieber, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. "Wir müssen mit dem 2:2 zufrieden sein", bilanzierte Kleinhenz und zeigte sich erleichtert, "dass wir einen Punkt mitgenommen haben." Sein Gegenüber Petr Ruman sagte: "Zur Halbzeit hat Aubstadt verdient geführt. In der zweiten Halbzeit haben wir Gas gegeben und das Spiel verdient gedreht. Umso bitterer ist es, dass wir in der Nachspielzeit noch den Ausgleich gefangen haben."

Aubstadt: Koob - Langhans (90. Peci), Hüttl, Grader, Seufert - Volkmuth (65. Behr), Müller - Hofmann (77. Rumpel), Leicht, Pitter - Bieber.

Viktoria Aschaffenburg - FC 05 Schweinfurt 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Martin Thomann (19.), 0:2 Adam Jabiri (63.), 0:3 Amar Suljic (75.).

Amar Suljic war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, als er nach dem 3:0 (1:0) des FC 05 Schweinfurt gegen Viktoria Aschaffenburg in die Interview-Zone im Aschaffenburger Stadion am Schönbusch kam. 45 Minuten lang hatte es nicht nach einem deutlichen Schweinfurter Sieg ausgesehen. Ganz im Gegenteil: Die Gastgeber waren spielbestimmend, schalteten immer wieder schnell um und setzten die Schweinfurter zum Auftakt des Regionalliga-Ligapokals ganz gehörig unter Druck.

Der entscheidende Unterschied

Dennoch: Suljic, der nach seiner Einwechslung für mächtig Wirbel sorgte, das 2:0 durch Adam Jabiri vorbereitete und Treffer Nummer drei selbst nachlegte, hatte nicht ganz unrecht, als er meinte, "dass man den Sieg auch verdient hat, wenn man seine Torchancen macht". Genau das war nämlich der Knackpunkt. Die weiß gekleideten Gastgeber verfehlten selbst das Tor, als der herausgeeilte FC-05-Keeper Luis Zwick den Ball vor die Füße von Roberto Desch köpfte (8.) - oder Elias Niesigk in die Flugbahn sprang, als der neue Schweinfurter Kapitän die Kugel nach vorn dreschen wollte (30.).

Doch da führten die Grün-Weißen schon. Martin Thomann, der sich bei einem Zweikampf verletzte und nach einer guten halben Stunde durch Tim Danhof ersetzt musste, hatte elf Minuten zuvor nach einer Flanke von Kristian Böhnlein eingenetzt. "Was Martin angeht, sieht es nicht gut aus", erklärte sein Coach Tobias Strobl später, nachdem er sich die Glückwünsche von seinem Pendant Jochen Seitz abgeholt hatte. "Wahrscheinlich sind ein paar Bänder durch. Eine genaue Diagnose steht noch aus."

Probleme mit dem Tempo

Ex-Profi Seitz, der natürlich mit der Chancenverwertung haderte, sah nach dem Pokal-Derby viel positiv. "Das Ergebnis ist nach dem Aufwand, den wir betrieben haben, natürlich ärgerlich. Aber wir sind ein hohes Tempo gegangen und haben gut gespielt." Mit diesem Tempo hatte die Defensive der Nullfünfer oft Probleme - besonders, wenn der aus Eichstätt gekommene Marcel Schelle das Spiel an sich riss. Doch so sehr sich die Aschaffenburger ins Zeug legten: Suljic & Co. waren genau dann hellwach, als die Kräfte der Gastgeber nachließen. "Man hat einfach gemerkt, dass wieder Fans da waren. Sie - und die Aschaffenburger Bank - haben viel Unruhe reingebracht, davon haben wir uns zu sehr anstecken lassen", merkte Strobl abschließend an, ehe er gut gelaunt mit dem Team die Heimreise antrat. Dass dies so kam, war an diesem Tag vor allem der Schweinfurter Kaltschnäuzigkeit zu verdanken.

Schweinfurt: Zwick - Pfarr (75. Billick), Rinderknecht, Grözinger, Laverty - Maier - Cekic, Böhnlein (75. Ramser), Thomann (36. Danhof) - Marinkovic (56. Suljic), Pieper (56. Jabiri).