Der ehemalige Pausenhof war kaum noch zu erkennen: weg der Grünbestand und aufgerissen der Asphalt. Der Bagger wartete schon auf seine neuen Aufgaben.

"Ade mein Schulhaus. Ade mein Pausenhof. Jetzt kommt was Neues und wir sind gespannt darauf. Dudideldadeldum", sang der Schulchor. Seit 25 Jahren leitet Waldemar Manger die kleine Schule in Brendlorenzen. "Sie ist mir mehr als vertraut, ja, richtig ans Herz gewachsen", erzählte er vor einer großen Menge an Schülern, Eltern, Stadtverwaltung und Bauherren. Dennoch freue er sich auf die neue Schule. "Mögen die Ausführungen ebenso gut und reibungslos gelingen wie die Planungen." Bürgermeister Bruno Altrichter ließ die bisherige Geschichte Revue passieren. Man schrieb den 25. November 2010, als der Beschluss zu deutlichen Veränderungen am Standort der Grundschule Brendlorenzen fiel. Architekten beschäftigten sich erst mit Möglichkeiten einer Sanierung. Am 10.
Mai letzten Jahres fiel schließlich der Entschluss zum Neubau der Grundschule, vorausschauend entschied sich die Stadt für eine Ausführung im Passivhausstandard.

Es ging aber nicht alleine um den Neubau der Schule mit barrierefreier Erschließung, auch der in unmittelbarer Nähe befindliche Kindergarten mit Hort und die Turnhalle sollten umfassend modernisiert werden. Neu gestaltet werden auch der Parkplatz und die Bushaltestalle an der Riemenschneiderstraße.

Am 6. Februar kam schließlich die heiß ersehnte Genehmigung von der Regierung von Unterfranken, am 25. Februar begannen die ersten Bauarbeiten und am letzten Februartag erfolgte nun also der Spatenstich. Altrichter bat schon vorab um Verständnis für gewisse sich durch die Bauarbeiten ergebende Schwierigkeiten.Am 14. September kommenden Jahres soll alles fertig sein. Die Einweihung könne in der neuen Schule auch zünftig gefeiert werden, denn sie erhält auch einen Raum mit Aula-ähnlichem Charakter für Festlichkeiten. Architekt Herbert Osel prognostizierte ein Jahr mit Stress und Lärm, aber dann werde die alte Schule fallen. Bis Pfingsten kommenden Jahres soll die neue Schule stehen, dann können die Kinder umziehen.

Während der Eingang der Sporthalle bereits verlegt wurde, sollen die Sanierungsarbeiten erst zu Pfingsten kommenden Jahres beginnen. Mit Ende der Sommerferien 2014 soll auch diese Maßnahme fertig sein. Den spontan geäußerten Wunsch der Kinder, auch einen neuen Spielplatz mit anzulegen, nahm Osel prompt auf. Noch ein Ständchen vom Schulchor, dann machte sich Bürgermeister Bruno Altrichter zusammen mit Stadträten, Planern und Bauleuten an den symbolischen Spatenstich, wobei sich Schulkinder auch gleich mit großer Freude beteiligten.