Beim fränkischen Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum läuft nach dem Verkauf von mehr als 40 Kliniken und der Umstrukturierung finanziell alles nach Plan. Die Geschäfte laufen so gut, dass der Konzern wieder über Zukäufe nachdenkt. "Wachstumsperspektiven prüfen wir offensiv", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Siebert laut Vorstandsbrief am Freitag in Bad Neustadt an der Saale. "Wir sind finanziell und strukturell in der Lage, jederzeit bei passender Gelegenheit geeignete Zukäufe zu realisieren, um unser Portfolio sinnvoll zu ergänzen", schrieb Siebert weiter.

Im dritten Quartal hatte Rhön-Klinikum bei einem Umsatz von 276,6 Millionen Euro einen Gewinn von fast 16,3 Millionen Euro eingestrichen. In den ersten neun Monaten beläuft sich der Umsatz auf fast 832 Millionen Euro. Unterm Strich steht damit ein Gewinn von bislang fast 66 Millionen Euro.
2014 waren es im Vergleichszeitraum 1,2 Milliarden Euro Umsatz und 1,2 Milliarden Euro Gewinn. Grund für den hohen Gewinn sind die Klinikverkäufe. Daher sind die Zahlen nicht mit denen aus dem Vorjahr vergleichbar.

Das Unternehmen will sich mit seinen noch verbliebenen zehn Kliniken an fünf Standorten in vier Bundesländern weiter auf Spitzenmedizin konzentrieren. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert: der Konzern rechnet mit einem Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen soll das ein Ergebnis von rund 150 Millionen Euro ergeben. Rhön-Klinikum beschäftigte zuletzt mehr als 15 500 Mitarbeiter.