Es war offenbar das schöne Wetter, das den 35-Jährigen dazu verleitete, das besondere Flair der Rhön zu nächtlicher Stunde auf dem sogenannten Klosterweg zwischen Unterweißenbrunn und Wegfurt auf sich einwirken zu lassen.

Dabei kreuzte sich dann etwa eine Stunde nach Mitternacht der Weg des Spaziergängers mit dem eines Wildschweins und seinen Frischlingen. Die Muttersau nahm sich des Eindringlings dann auch sofort an und verfolgte ihn laut grunzend. Der Mann sah in seiner Not keinen anderen Ausweg mehr, als sich auf einen Hochsitz zu retten, der sich rettend vor ihm auftat. Von dort verständigte er dann in höchster Not per Handy die Polizei.

In der Folge ging es dann darum herauszufinden, wo sich der Mann gerade aufhielt.
Es gelang ihm, die Koordinaten aus dem Mobiltelefon auszulesen, so dass eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Neustadt/Saale den Spaziergänger an seinem Rückzugsort schließlich entdeckte. Die ganze Zeit über hatte die Muttersau mit ihren Frischlingen von einem Feld aus das Geschehen offenbar beobachtet.

Die Polizeibeamten brachten den völlig verängstigten Mann zu seinem in der Nähe abgestellten Pkw. Ob der 35-Jährige auch in Zukunft noch irgendeine Lust auf nächtliche Abenteuertrips verspürt, erscheint nach diesem Zusammentreffen mit einer wenig friedlichen Wildsau mehr als zweifelhaft. pol