Ein entgegenkommender Ford hatte die kritische Situation rechtzeitig erkannt und angehalten. Trotzdem touchierte der Laster die Stoßstange des Autos. Die beiden Insassen blieben aber unverletzt. Die Staatsstraße zwischen Bad Neustadt und Unterebersbach war für mehrere Stunden komplett gesperrt, weil die Schweinehälften zunächst auf einen Ersatz-Lkw umgeladen werden mussten. Die Polizeiinspektion Bad Neustadt kümmerte sich um die Unfallaufnahme.

Gegen 8:15 Uhr war der neun Tonnen schwere Kleinlaster auf der alten B19 von Bad Neustadt kommend in Richtung Schweinfurt unterwegs. Etwa 200 Meter nach dem Kreisverkehr wollte er nach rechts auf die Staatsstraße Richtung Unterebersbach abbiegen. Dazu hatte sich der Fahrer bereits auf der Rechtsabbiegespur eingeordnet. Weil er offenbar zu schnell unterwegs war, geriet der 55-Jährige mit dem Lkw bereits auf der Abbiegespur in Schräglage und stürzte auf die linke Fahrzeugseite.
Danach schlitterte der Laster der Marke DAF quer über eine Verkehrsinsel und prallte gegen die Leitplanke. Diese verhinderte, dass er zwei Meter tiefer in einer Böschung landete. Ein entgegenkommender Focusfahrer erkannte die Situation glücklicherweise noch rechtzeitig und bremste ab. Dennoch touchierte ihn der Laster leicht an der Stoßstange. Der 55-jährige Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Würzburg erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Bad Neustadt gebracht. Der 63-jährige Focusfahrer und seine Beifahrerin aus dem Landkreis Bad Kissingen kamen mit dem Schrecken davon. Der Lkw wurde mit einem Kran zunächst aufgestellt und anschließend abgeschleppt.

Der Klein-Lkw, der aus Würzburg kam, hatte etwa eine Tonne Rind- und Schweinehälften geladen und außerdem noch Stückfleisch in Kisten. An dem Unfalllaster wurde die linke Bordwand komplett weggerissen, so dass die Schweinehälften vor Beginn der eigentlichen Bergungsarbeiten zunächst auf einen Ersatz-Lkw verladen werden mussten. An dem Lkw entstand Totalschaden in Höhe von ca. 25.000 Euro. Der Schaden an Leitplanke und Fahrbahn beträgt etwa 2.000 Euro. Die Straßenmeisterei Rödelmaier sorgte für die Verkehrslenkungsmaßnahmen und leitete die Fahrzeuge ab Unterebersbach Richtung Niederlauer ab. In der Gegenrichtung war die Staatsstraße Richtung Unterebersbach ebenfalls gesperrt. Gegen 11.45 Uhr waren die Bergungsarbeiten abgeschlossen und die Staatsstraße konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden. pol