Rund zwei Jahre mussten die Schülerströme, die aus der Stadt die verschiedenen Schulen auf der anderen Brendseite erreichen wollten, Umwege in Kauf nehmen. Jetzt ist das vorbei: Sie können äußerst komfortabel das Flüsschen passieren - die neue Brücke zwischen Fachoberschule und Rhön-Gymnasium an der Otto-Hahn-Straße ist für Fußgänger und Radfahrer freigegeben.

Blaue Schleifchen

Bei der Einweihung durchtrennte Bürgermeister Bruno Altrichter mit Leon hard Rosentritt, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamts Bad Kissingen, das mit blauen Schleifchen geschmückte Band und zeigte sich sehr erfreut über diesen weiteren Schritt im Rahmen der umfangreichen Hochwasserschutz-Maßnahmen am unteren Brendlauf.
Erforderlich wurde der Brückenbau, weil der alte Fußgängersteg, der auf die Turnhalle des Rhön-Gymnasiums zuführte, ein
Hindernis beim Hochwasserabfluss darstellte. Die neue Brücke, die nun ein Stück weiter flussabwärts liegt, ist so konzipiert, dass sich ihr Bogen einen Meter höher spannt als das Hundertjährige Hochwasser. Um das zu erreichen, entstand ein Bauwerk von 25 Metern Länge mit einer Breite von 3,10 Metern. Der Brückenkörper wurde bereits Ende Februar eingehoben. Von der Otto-Hahn-Straße aus gibt es sowohl einen Treppenaufgang als auch eine Rollstuhl-, Kinderwagen- und Fahrradrampe, die mit speziellen Rillen als Blindenleitsystem ausgestattet ist, am anderen Ufer läuft die Brücke als Rampe aus.
Auf beiden Flussseiten befinden sich Hochwasserschutztore. Das auf der Gymnasiums-Seite ist noch so lange geschlossen, bis der Ufer-Fußweg parallel zur Schule fertig ist. Erstellt wurde die moderne Konstruktion, die den Anforderungen des Hochwasserschutzes gerecht wird, mit einem Kostenaufwand von 340 000 Euro. Den größten Teil davon trägt der Freistaat, die Stadt Neustadt beteiligt sich, außerdem gibt es EU-Fördergelder. ner