Wegen der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie für den Amateur- und Breitensport haben das Präsidium des Bayerischen Handball-Verbands (BHV) und die Vorsitzenden der Bezirke einvernehmlich beschlossen, die Saison 2020/21 abzubrechen. Das teilte der BHV an diesem Mittwoch allen Vereinen in einem Rundschreiben mit, das von Präsident Georg Clarke und Geschäftsführer Thomas Reichard unterzeichnet ist. Darin heißt es: "Durch die politischen Vorgaben, die Ungewissheit einer möglichen Wiederaufnahme des Handballsports und die zeitlich begrenzte Möglichkeit, eine Saison noch sportlich fair abzuschließen" sei kein anderes Vorgehen möglich.

Die Saison 2020/21 ist somit in allen bayerischen Handball-Ligen, also ab der Bayernliga und darunter beendet. Zuvor hatte der Verband den Spielbetrieb seit Anfang November ausgesetzt. Nach der Verlängerung des Lockdowns bis 7. März und der darüber hinaus unsicheren Perspektive, entschieden sich der Verantwortlichen für den Abbruch.

Saison wird nicht gewertet

Für die Mannschaften bedeutet das: Die Saison wird nicht gewertet und alle Ligen werden auf den Stand zum Saisonbeginn zurückgesetzt. Es gibt weder Auf- noch Absteiger. Alle gemeldeten Vereine starten wieder in der gleichen Spielklasse. Eine Ausnahme gilt für Mannschaften, die ihre Teilnahme am Spielbetrieb vor dem Saisonbeginn am 18. September zurückgezogen hatten: Sie steigen ab. Wer seine Mannschaft erst zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezogen hat, bleibt in der bisherigen Spielklasse.

Das bedeutet, dass die Saison 2021/22 in der Einteilung mit dem Stand vom 18. September 2020 gespielt wird. Wann die neue Saison starten kann, ist allerdings noch offen. Der Verband fokussiere sich nun auf die kommende Saison sowie auf den Trainings- und Sportbetrieb, sobald dieser wieder möglich sei. Jürgen Sterzbach