Bei allen Mellrichstädter Märkten, demnächst wieder im Rahmen des Stadtfestes "Mellrichstädter Leckerbissen", sind die Damen mit ihrem Lächeln und mit ihren Wollsachen vertreten. "Den Erlös ihrer Mühe spenden die Frauen gerne", berichtet Susanne Zimmer, die Leiterin des Seniorenkreises im Franziska-Streitel-Altenheim. Die Runde ist bunt: "Frau Herzlich" ist mit dabei, natürlich auch "Frau Sonntag", die beiden Clowns statten ihren offiziellen Antrittsbesuch im Franziska-Streitel-Altenheim ab. In Vertretung von Christine Geiß, der Leiterin der Einrichtung, ist Caritas-Geschäftsführerin Angelika Ochs aus Bad Neustadt nach Mellrichstadt gekommen. Ergotherapeutin Carmen Gröschner, Leiterin der Beschäftigung, strahlt. "Ja, wir haben jetzt Clowns in unserem Altenheim!" Monika Haid als "Frau Sonntag" erläutert: "Wir wecken Erinnerungen an das Kindheitserleben und bringen unsere Zuhörer zum Erzählen.
Alle dürfen sich trauen, mal verrückt zu sein. Lachen ist bei uns vorprogrammiert und gesund." Die Besuche von "Frau Herzlich" und "Frau Sonntag" werden jeweils zwischen eineinhalb und zwei Stunden dauern. Zu zweit besuchen sie die Heimbewohner in ihren Zimmern oder kommen in die gemütliche Cafeteria.

Eine kleine Einstiegs-Szene, ein Thema, wird vorher mit der Heimleitung abgesprochen, doch dann steht die Improvisation im Vordergrund. Bettina Rathgeber als "Frau Herzlich" - die mit den "Herzlich" am Westchen - informiert über das Konzept des Projektes "Clowns im Altenheim": "Wir schaffen Möglichkeiten zur Begegnung. Auch ein "nein" wird unbedingt akzeptiert. Es wird einfühlsam darauf geachtet, dass der Humor nie auf Kosten anderer geht." "Es wird bei unserer Arbeit auch stille Momente geben, vor allem, wenn wir für sehr kranke Bewohner spielen. Da kann es ein kleines Lächeln sein, ein Lied, das leise mitgesungen wird." "Für mich", so Angelika Ochs, "sind die beiden Clowns ein Symbol dafür, dass nach dem Jahr der Sanierung hier wieder viel Lebensfreude und viel Lebensqualität wohnen. Wichtig für den Erfolg der Clowns im Altenheim sind regelmäßige Besuche in nicht zu großen Abständen: Dafür bildet die Spende der Mellrichstädter Strickfrauen dankenswerterweise den finanziellen Grundstock."