Einen Grund dafür, sich die Nase an den Schulfensterscheiben platt zu drücken, haben die Schüler der Grundschule in Herschfeld seit etwa drei Wochen. So lange dauern bereits die vorbereitenden Arbeiten für den Teilneubau und die Generalsanierung der Schule an. Beim offiziellen Spatenstich sangen und dichteten die Schüler über die nächsten mindestens zwei Jahre Umbauzeit. Insgesamt investiert die Stadt in die Schule des Ortsteils 7,8 Millionen Euro.

"Dieser Tag soll fröhlich sein", sangen die Dritt- und Viertklässler beim offiziellen Beginn der Baumaßnahme im Schulhof der Schule. Bislang haben sie schon vom Klassenzimmer aus die Baumfällarbeiten und den Bagger beobachtet, der in diesen Tagen die Grube für den Neubau eines Teils der Herschfelder Schule aushebt.
Gemeinsam mit Schulleiterin Bettina Schindler, Hortleiterin Lisa Möller und weiteren Lehrkräften hatten die Kinder Lieder und ein Gedicht für die Feierstunde einstudiert. Im Baustellenrap gingen die Schüler auf den mit Absperrband dekorierten Pausenhof genauso witzig ein, wie auf die Frage, wo denn der Unterricht überhaupt stattfinden soll.
Zu den umfangreichen und verkehrsintensiven Bauarbeiten am Rhön-Klinikum sowie dem Bau der Kreisstraße NES 20 gesellt sich nun noch der Umbau der Grundschule. Bürgermeister Bruno Altrichter bat Anwohner und vor allem die Nachbarn um Verständnis und Geduld während der Baustellenzeit.
Die Grundschule Herschfeld besteht derzeit aus zwei miteinander verbundenen Gebäudetrakten, die von Schülern aus Herschfeld, Dürrnhof, Löhrieth und Rödelmaier besucht werden. Das ältere der beiden Schulgebäude aus dem Jahre 1956 sowie ein Zwischengang aus den siebziger Jahren wird im Zuge der Maßnahme komplett abgebrochen. Das zweite Gebäude wird komplett saniert und energetisch fit für die Zukunft gemacht. Dazu kommt ein daran angegliedertes neues Schul- und Hortgebäude, dass sich über bisherige Freiflächen und über einen Teil des jetzigen Schulhofs erstreckt. Auch die nahe Bushaltestelle wird komplett neu gebaut und auch die Außenfläche wie der Schulhof werden neu gestaltet. Altrichter betonte, dass nach der Grundschule in Brendlorenzen auch die in Herschfeld in Passivhausbauweise errichtet werden soll. "Das muss ein modernes Schulhaus heute leisten", sagte Altrichter. Fertig gestellt werden soll die neue Schule in Herschfeld im Jahre 2018.
Architekt Andreas Konopatzki aus Rothenburg ob der Tauber versprach den Kindern, einen Raum zum Denken zu errichten, in dem der Unterricht Spaß macht. "Eine Schule soll angenehm und gleichzeitig nützlich sein", sagte Konopatzki.
Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich dafür, dass der Bürgermeister "sooo viel Geld für die neue Schule ausgibt". Der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll freute sich über die weitere Stärkung der Bildungsregion Rhön-Grabfeld durch den Umbau der Schule. Beim Spatenstich durften die Viertklässler Maya (4a) und Jan (4b) stellvertretend für alle Schüler mithelfen.