Aus vielen Rhöner Familien sind im 19. und 20. Jahrhundert Menschen in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert. Die ohnehin schon kargen und kleinen Felder in der Rhön, boten den zahlreichen Nachkommen der meist kinderreichen Familien, keine ausreichende Lebensgrundlage, um eine eigene Existenz auf zubauen und eine Familie zu ernähren. So machten sich die überwiegend jungen Leute auf zum fernen Kontinent.

Die Entscheidung zur Auswanderung war, vor allem im 19. Jahrhundert, ein schwerwiegender Schritt. In Amerika, dem "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", erhofften sich die Rhöner eine Zukunft. Es galt als Land, in dem der Tellerwäscher zum Millionär werden konnte und in dem jeder, der viel Durchhaltungsvermögen hatte, etwas werden konnte.