Es ist viel zu wenig bekannt, das man ein starkes Wurzelwerk und einen festen Stand durch Anhäufeln des Gemüses mit Erde bekommt. Dies gehörte früher zum Allgemeinwissen eines jeden Gärtners. Angehäufelt werden Dicke Bohnen, Erbsen, Gurken, Kopf-Kohlarten, Tomaten, Kartoffeln und Porree.

Alle anderen Pflanzen mit gestauchten Stängeln und Rosettenblättern benötigen diese Hilfe nicht. Ihr Herz sitzt sehr tief. Ein Bedecken mit Erde würde zum Faulen führen. Hacken und Anhäufeln kann man in einem Arbeitsgang erledigen. Vorteilhaft ist es auch, trockene Erde über gegossene Pflanzen zu ziehen. Einmal Anhäufeln kann zwei Mal Gießen ersetzen. Der trockene Boden wirkt wie eine Isolierung gegen Verdunstung.

Das wichtige Anhäufeln bei den Kartoffeln sollte bald abgeschlossen sein, da der Regen einen richtigen Wachstumsschub bewirkt hat. Nach dem Anhäufeln gehören die Kartoffeln bis zur Ernte in Ruhe gelassen, damit sie sich ungestört entwickeln können. Eine laufende Kontrolle der Blattunterseiten auf Gelege des Kartoffelkäfers ist aber angebracht. Wenn das versäumt wurde, kann man die roten Larven auf der Blattoberseite absammeln. Die ersten wurden schon gesichtet. Beim Kartoffelkäfer heißt es, gleich am Anfang tätig zu sein, um einer Massenausbreitung entgegen zu wirken. Ein Spritzen gegen den "Käfer", so wie es im Erwerbsanbau meist üblich ist, sollte für den Hobbygärtner tabu sein.