Der langersehnte Schnee ist für die Natur um diese Jahreszeit optimal. Er gibt den Pflanzen den besten Schutz. Besonders die Saaten auf den Feldern fühlen sich unter dem Schnee wohl. Wie heißt es so schön in einem Gedicht von Friedrich Wilhelm Weber: "Es wächst viel Brot in der Winternacht, denn unter dem Schnee, frisch grünet die Saat. Erst wenn im Lenze die Sonne lacht, spürst du, was Gutes der Winter tat". Bei Kahlfrösten dagegen leiden die Pflanzen sehr.

Beim Schaufeln von Schnee ist darauf zu achten, dass dieser nicht im Garten auf Haufen gepackt wird. Besser ist eine gleichmäßige Verteilung. Besonders nasser Schnee sollte nicht auf immergrüne Stauden wie Christrosen und Storchschnabel zusätzlich kommen. Er klumpt dann zusammen und lässt die Pflanzen bei längerer Auflage ersticken. Ist der Schnee noch frisch und pulverig, macht das wenig aus. Dieser kann aber feucht werden, zusammen sacken und gefrieren. Auch im Rasen kann es an den Stellen, wo große Haufen von Schnee länger liegen bleiben, später Flecken von Schneeschimmel geben.

Immergrüne Sträucher und Koniferen können durch Hauben von nassem Schnee so schwer werden, dass die Äste oder der Giebel zu Boden gedrückt werden oder gar abbrechen. Durch Schütteln oder vorsichtig mit einem Besen ist hier Abhilfe zu schaffen.

Kein Streusalz im eigenen Garten verwenden

Auf dem eigenen Grundstück sollte unbedingt auf das Salzstreuen verzichtet werden. Der Neuschnee lässt sich leicht mit einem Besen zur Seite kehren. Auf dem schneefreien, trockenen Pflaster sind keine Streumittel erforderlich. Ist der Schnee festgetreten oder verreist, hilft Sand als altbewährtes und einfaches Streumittel. Im Handel gibt es einen feinen Streusplitt, von dem man nur wenig zu verwenden braucht, da er sehr effektiv ist. Nach der Schneeschmelze kann man das Streumittel getrost in die seitlichen Beete fegen oder einsammeln, um es für den nächsten Einsatz verwenden. Wenn Salz verwendet wird, klebt zudem der Neuschnee zu sehr an der Unterlage und lässt sich dann schlecht einfach wegfegen.

Der Gartenboden an einer stark befahrenen Straße wird im Winter regelrecht gepökelt. Das salzhaltige Spritzwasser regnet auf den Randbereich des Gartens nieder, dringt in den Boden ein und richtet dort erhebliche Schäden an. Das Salz reichert sich immer mehr an. Die Folge ist, dass der Boden verschlämmt und verdichtet wird und somit schlecht durchlüftet ist. Der Salzanteil entzieht außerdem dem Boden im Wurzelbereich Wasser, das den Pflanzen ebenso fehlt, wie die wichtigsten Nährstoffe. Im Frühjahr bringen die geschädigten Pflanzen nur kleine fleckige, oft gekräuselte Blätter hervor, die sich bald braun färben und dann abfallen. Zuletzt stirbt die ganze Pflanze. Oft helfen dann nur noch salztolerante Pflanzen aus Küstenregionen wie Grasnelke, Salzaster, Sanddorn, Stranddistel, Kartoffelrose und Strauchmalve. Wenn das Grundstück groß genug ist, kann ein Wall den inneren Bereich des Gartens schützen. Salz schädigt aber nicht nur den Boden, sondern greift auch die verschiedensten Materialien wie Beton, Asphalt und Eisen an.

Vorsicht: Winterschläfer nicht stören

Jetzt im Winter sollten der Kompost-, Reisig- oder Laubhaufen nicht bearbeitet werden. Dadurch werden viele Winterschläfer wie Igel, Blindschleichen und Amphibien Jahr für Jahr getötet. Es sollte gewartet werden, bis die Tiere im Frühjahr ihre Winterquartiere verlassen. Gerade Komposthaufen üben durch ihre Wärmeentwicklung eine magische Anziehungskraft auf viele Winterschläfer aus. Diese sind für das ökologische Gleichgewicht im Garten und Flur äußerst wichtig.

Nicht nur mit Schnittblumen kann man sich jetzt schon den Frühling in das Haus holen. Sträucher, die im Frühling blühen, wie z.B. Forsythien und Blutjohannisbeeren, lassen sich jetzt sehr leicht und schnell antreiben. Sie haben einige Fröste gebraucht, um dazu bereit zu sein. Das hat die Natur weise so eingerichtet, damit die Sträucher nicht zu früh im Freien austreiben. Bei holzigen Gewächsen kann man die Stiele unten mit einem Hammer richtig fest anklopfen. Dadurch nehmen die Zweige besser Wasser auf. Ein gelegentliches feines Einsprühen im Zimmern ist natürlich angebracht. In der Blüte aber sollte man damit aufhören.