Der Sommer scheint langsam in Deutschland anzukommen. Wichtig wäre jetzt ein richtiger Mairegen, der die Saaten keimen lässt. Eine lang anhaltende Trockenheit um diese Zeit ist für die Natur überhaupt nicht gut. Wie heißt es so treffend, "Mairegen auf die Saaten, und es regnet Dukaten". Auch im vergangenen Jahr war es um diese Zeit besonders trocken, so dass viele Saaten wie Bohnen und Möhren kaum aufgingen. Nachsaaten brachten dann doch noch einen gewünschten Erfolg.

Für eine Aussaat im Gemüsegarten bis Mitte Juni eignen sich Buschbohnen, späte Möhren, Rote Beete, Knollenfenchel, Blumenkohl, Brokkoli, Rettiche und Grünkohl. Man sollte auch an einen Platz für Endivien, späte Kohlrabisorten und Winterlauch auf dem Saatbeet denken. Hier ist der Aussaattermin erst im Juli.


Das richtige Gießen ist wichtig

Bei der Bewässerung seines Gartens sollte aber auf einiges geachtet werden. Beispielsweise sollte nach dem Gießen der einzelnen Pflanzen von Gemüse und Schnittblumen mit einer flachen Hacke immer krümeliger trockener Boden von der Seite über die feuchte Stelle gezogen werden. So wird die Verdunstung herabgesetzt und die nasse Stelle verkrustet nicht. Beim Gießen sind durchdringende Wassergaben immer besser als den Boden öfters oberflächlich zu befeuchten.


Auch Johannisbeeren brauchen einen feuchten Untergrund

Der Boden ist zudem heuer noch zu trocken. Deswegen rieseln Johannisbeeren auch ziemlich stark. Hier ist ein durchdringendes Gießen angesagt. Man sollte immer daran denken, dass Johannisbeersträucher als Auenwaldgewächse einen feuchten Untergrund wollen.

Das Rieseln kann aber auch noch zum Teil daran liegen, dass der Insektenflug und damit die Befruchtung durch das teils kühle Wetter während der Blüte nicht ausgereicht hat. Ein Mulchen mit Rasenschnitt bekommt den Beerensträuchern als Flachwurzler besonders gut. So bleibt die Feuchtigkeit besser im Boden. Obendrein findet nach der Verrottung eine Volldüngung statt. Das Mulchen mit Baumrinde ist dafür kein Ersatz und führt eher zu Mangelerscheinungen.