Wir hängen praktisch mit unseren Gartenarbeiten jetzt weit hinter der Entwicklung der Natur zurück. Es ist schwer, jetzt gute Ratschläge zu geben. Die ersten Blumensaaten auf den Gartenbeeten sind jetzt Ringelblumen, Goldmohn, Schleierkraut und Jungfer im Grünen.

Fruchtfolge einhalten

Im Gemüsegarten sollte unbedingt eine Fruchtfolge eingehalten werden. Vor allem nach dem Anbau von Kohlgewächsen ist eine Wartezeit von vier Jahren angebracht. Hiermit wird auch gleichzeitig die gefürchtete Krankheit Kohlhernie bekämpft.

Sonnenblumen entspitzen

Sind vorgezogene Sommerblumen zu lang geworden, kann man durch Entspitzen bewirken, dass sie doch noch einen buschigen und kompakten Wuchs bekommen. Auch das Entfernen der Spitzen an den Seitenverzweigungen regt dazu an, mehr Knospen zum Austrieb zu bilden.

Zeit zum Pfropfen

Jetzt ist schon die richtige Zeit zum Pfropfen, dem so genannten Pelzen. Diese Veredlungsmethode ist nur möglich, wenn die Rinde sich im Frühjahr lösen lässt. Die Edelreiser sollten aber in absoluter Winterruhe sein. Um geeignetes Material zu bekommen, kann man sich an die amtliche Fachberatung wenden. Außerdem werden in den Gartenbauvereinen Veredelungskurse angeboten. Das Pfropfen hinter die Rinde ist sehr einfach und kann ganz leicht erlernt werden. Wichtig sind dabei der richtige Schnitt am Edelreis, das Verbinden mit Bast sowie das Verstreichen aller offenen Stellen mit Baumwachs.

Gute Alternativen zu Torf

Viele Hobbygärtner haben mit Recht bedenken, als Blumenerde zum Um- oder Eintopfen Substrate aus Torf zu verwenden. Ganze Moorlandschaften werden nämlich beim Torfabbau zerstört. Dass muss aber nicht mehr sein. Es ist gut, dass es inzwischen Alternativen zum Torf gibt. So werden torfarme oder torffreie Substrate auf der Basis von Rindenhumus und Holzfasern angeboten. angeboten. Sie haben sich in der Praxis schon vielfach bewährt.

Clematis lieben lichten Schatten

Beim Pflanzen von Clematis sollte bedacht werden, dass die Urform eine Waldrandpflanze ist. Deshalb wird von dieser mehr der lichte Schatten geliebt, als die pralle Sonne. Das gleiche gilt auch für unsere Zuchtformen; auch wenn dies in der Fachliteratur immer wieder anders behauptet wird. Vor allen Dingen sollte der "Fuß" durch Unterpflanzung beschattet sein.

Ranken und Schlingpflanzen nicht ausschneiden

Auf das Ausschneiden von Ranken und Schlingpflanzen sollte jetzt verzichtet werden, da in diesen sich sehr häufig Vogelnester befinden. Wird diesen nur ein wenig die schützende Deckung genommen, sind sie rasch Opfer von Fressfeinden.

Vorsicht bei Wildkirschen

Japanische Zierkirschen werden auf Wildkirschen veredelt. Wenn die Wildform unterhalb der Veredlungsstelle durchtreibt, ohne dabei gestört zu werden, ist es bald aus mit der Pracht. So weit darf man es aber nicht kommen lassen. Wildformen sind den veredelten Teilen immer an Wuchskraft überlegen. So sieht man zum Beispiel auch verwilderte Mandelbäumchen, die auf Zwetschgen veredelt sind und Korkenzieherhasel, die Haselnusssträucher als Unterlage haben.

Rechteckige Rosenbeete sind schlecht

Rechteckige oder quadratische Rosenbeete sowie Pflanzungen in Reihen sollten der Vergangenheit angehören. Sie bringen auch keine Beschattung des Bodens. Günstig ist es ist, verschiedene Rosen in der Höhe und Farbe miteinander zu kombinieren. Dazwischen gedeihen Stauden und Sommerblumen. Rosen sollen in ihrer Umgebung möglichst natürlich aussehen. Offener Boden fördert besonders den Pilzbefall. Rosen lieben es, wenn der Boden mit krautigen Pflanzen beschattet ist. Der Wurzeldruck von Bäumen und hoch wachsenden Sträuchern gefällt ihnen gar nicht.