Viele Hobbygärtner fragen sich, wie sie ihre Bäume schneiden sollen. Dabei kommt es auf die Baumart an: Süßkirschen zum Beispiel gehören zu den empfindlichen Bäumen. Nach Möglichkeit sollte man deshalb wenig an ihnen schneiden. Wenn es unbedingt notwendig erscheint, so ist jetzt eine gute Gelegenheit. Die Bäume leiden in der Vegetationszeit am wenigsten unter einem Schnitt, weil sie in dieser Zeit ihre Wunden abschotten können.



So sollte ein Baum geschnitten werden

Ein größerer Baum gehört immer von außen nach innen geschnitten und nicht umgekehrt. Die Entnahme von vielen kleinen Ästen im Außenbereich ist nämlich weniger schmerzhaft. Geeignet ist hierfür eine Teleskopschere, mit der man auch an weit entfernte Kirschen kommt. Lange Äste sollten immer auf kürzere abgesetzt werden. Das reduziert den Baum, ohne dass es stark auffällt. Zudem können größere Wunden am Stamm vermieden werden, die nur schlecht oder gar nicht mehr verheilen.



Bänder können die Stämme von Obstbäumen einschnüren

Das Dickenwachstum der jungen Obstbäume ist zurzeit beträchtlich. Es besteht die Gefahr, dass die Bänder, die zur Befestigung an den Stützpfahl dienen, den Stamm einschnüren. Das geht oft schneller, als man denkt. Durch die Einschnürung wird der Saftstrom und die Entwicklung des Baumes erheblich gehemmt.

Ist das Band einmal eingewachsen, knicken oft sogar die Kronen ab. Deshalb ist eine ständige Kontrolle in der Wachstumszeit erforderlich. Rinde auf Rinde kann nämlich später nicht mehr zusammenwachsen: So bleibt ein eingeschnürter Baum für immer geschwächt. Auch die Halterungen bei den Hochstämmchen von Kübelpflanzen sollten dem jeweiligen Dickenwachstum angepasst sein. Im Handel gibt es dafür verstellbare Schlaufen.

Übrigens: Wenn Obstbäume einen Teil ihrer Früchte abwerfen, ist das ganz normal. Es geschieht in zwei Perioden, wovon dies einmal kurz nach der Blüte ist und dann wieder zum jetzigen Zeitpunkt. Der Baum spürt genau, wie viel er verkraften kann.