Im Garten ist es zurzeit ein wenig still geworden. Heimlich gehen die Vögel ihrem Brutgeschäft nach. Bald werden die geschlüpften Jungen zuerst als zarte Nahrung mit Blattläusen versorgt. Wenn diese dann durch eine Spritzung vergiftet werden, kann das für die Vogeljungen fatale Folgen haben.

Ein solcher Eingriff stört empfindlich das biologische Gleichgewicht im Garten. Es ist faszinierend anzuschauen, wie in Blattlauskolonien die vielen Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen- und Schwebfliegenlarven sowie Raubwanzen tätig sind. Diese haben aber eine längere Entwicklungszeit, als die Blattläuse. Im Garten braucht man deshalb etwas Geduld.

Überlebende Blattläuse können sich nach einer Spritzung umso schneller vermehren, da sie ungestört sind. Somit hat jede Anwendung eine weitere zur Folge. Blattläuse haben nämlich gegenüber den Nützlingen eine 8-fache schnellere Entwicklung der Generationen und werden dementsprechend gegen Gifte leichter immun.