Viele Pflanzen benötigen den Kälteschock im Winter. Dazu gehören auch die vielen Frostkeimer wie Königskerzen, Tränende Herzen, Duftveilchen, Christrosen, Primeln, Arnika, Fette Henne und Trollblumen. Jetzt im Januar spielt die Kälte für Gärtner allerdings noch keine große Rolle.

Ein Winterschutz ist eigentlich erst ab Februar notwendig. Dann ist eine Beschattung wichtig, denn die immer stärker werdende Sonne setzt den empfindlichen Pflanzen wie Rosen, Sommerflieder und Freilandhibiskus zu. Dazu eignen sich Reisig oder Fichtenzweige. Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet das Wasser in den Pflanzen, während sie wegen des Frostes kein Wasser aus dem Boden aufnehmen können. So trocknet die Sonne, in Verbindung mit dem Frost, die Pflanzen aus. Es handelt sich hierbei um kein herkömmliches Erfrieren. Der Fachausdruck dafür heißt Frosttrocknis.

Zu frühes Schneiden lässt die Frosthärte bei den empfindlichen Gehölzen zudem erheblich sinken, weil es zu einer stärkeren Flutung des immer mehr aufsteigenden Saftes im Rest des Holzes kommt. Die Mineralien werden als Frostschutz somit durch Verwässerung wirkungsloser. Deshalb ist es so wichtig, hier mit dem Schnitt zu warten, bis keine große Frostgefahr mehr droht.