Die einsetzende Feuchtigkeit hat es mit sich gebracht, dass Schnecken in großer Anzahl auftreten. Zurzeit finden regelrechte Paarungsorgien statt. Als zwittrige Tiere befruchten sich Schnecken sich gegenseitig. Es ist die Spanische Wegschnecke, die als Einwanderer uns den Kummer bereitet.

Weil sie genetisch bei uns nicht eingebaut sind, kommt es zu diesen Massenvermehrungen. Nacktschnecken sind wegen des bitter schmeckenden Schleimes als Beute nicht sehr begehrt. Schneckenschleim ist zudem leicht ätzend. Man sollte deshalb beim Ablesen der Tiere aufpassen, dass er nicht in die Augen oder Schleimhäute gelangt. Weil die Spanische Wegschnecke gern Aas frisst und dabei auch ihre toten Artgenossen nicht verschmäht, ist der Schleim nicht immer hygienisch einwandfrei.

Beim Herausziehen der Möhren aus dem Boden entstehen Öffnungen, die für die Eiablage von den Schnecken genutzt werden. Die Löcher sind umgehend wieder zu schließen. Wenn der Boden erst sehr spät im Herbst umgegraben wird, haben dann die Schnecken wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kaum noch Möglichkeiten der Eiablage in den lockeren Erdschollen, in der sie als Ei überwintern.