Dabei sind frei aufgehängte Futterquellen wie Silos, Meisenknödel oder gefüllte Blumentöpfe besser, als Futterhäuschen, wo leicht durch Verschmutzung Salmonellen übertragen werden. Auch ist hochwertiges Futter zu verwenden, um eine Ansiedlung der gefürchteten Ambrosiapflanze im Garten zu vermeiden. Die winzigen Samenkörner werden nämlich über die Futterstellen verbreitet.

Eine Reihe von Singvögeln im Garten und Park brütet in Höhlen oder Halbhöhlen, die ihnen in einem natürlichen Wald in Gestalt von ausgefaulten Astlöchern zur Verfügung standen. Alte Bäume sind rar geworden und auch die von den Spechten gezimmerten Höhlen reichen längst nicht aus, die Wohnungsnot zu beheben. Nistkästen bieten eine hervorragende Möglichkeit, Höhlenbrütern zu helfen.

Manche Arten, wie z.B. der Trauerfliegenschnäpper, brüten bei uns heute fast ausschließlich in künstlichen Bruthöhlen. Viele Singvogelarten lassen sich in Wäldern, Gärten und Parks mit gezielt aufgehängten Nistgeräten leicht ansiedeln. Wichtig ist aber dabei, dass die Geräte möglichst für viele Vogelarten passen.

So benötigten Kohlmeisen und Trauerfliegenschnäpper eine Öffnung von 33 mm, während dagegen, die kleineren Blaumeisen, nur 26 mm bevorzugten.

Halbhöhlenbrüter wie Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Bachstelzen und manchmal auch Zaunkönige gehen mehr in offenere Kästen.

Die Baumläufer als Nischenbrüter brauchen Geräte, bei denen sich an der Seite im oberen Bereich der Eingang befindet.

Für Bachstelzen, Hausrotschwanz, Grauschnäpper und einige andere Arten lassen sich Nistkästen auch an der Hauswand oder unter dem Dach anbringen. Wendehals und Star brüten in Kästen mit Einfluglöchern, mit einem Querschnitt von 45 mm. Außerdem gibt es noch spezielle Kästen wie für den Rauhfußkauz, die Schleiereule, den Turmfalken, die Holtaube und den Mauersegler.

Zum Anbringen dieser besonderen Geräte können Experten der Naturschutzverbände hinzu gezogen werden. Nähere Informationen und praktische Anweisungen erhält man beim Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Lichtenfels, unter der Telefonnummer 09573-34232 erhalten. Ideal für die Ausrichtung ist Öffnungen nach Osten oder Südosten.

Die pralle Sonne sollte gemieden werden, damit es nicht so warm in den Kästen wird. Für die Befestigung eignen sich Bänder oder feste Drahtbügel, damit kein Schaden am Baum entsteht. Wenn Nägel verwendet werden, sollte diese aus Aluminium sein. Die Nistkästen sollten sich leicht nach vorne neigen, damit Feuchtigkeit im Inneren abfließen kann. Besonders bei Halbhöhlen ist darauf zu achten, dass diese marder- und katzensicher hängen. Inzwischen gib es auf dem Markt Nistgeräte, welche dem Marder keine Chance geben, die Nester auszurauben. Der Abstand von gleichartigen Nistkästen sollte im Garten mindestens fünf Meter betragen. dpa