Am besten wachsen Pflanzen, wenn man sie mit Kompost düngt. Gerade bei Hochbeeten wird aber oft ein zu hoher Anteil an Komposterde empfohlen. Zu viel davon kann schädliche Auswirkungen haben - auch für den Menschen.


Hochbeete - So werden sie am Sinnvollsten genutzt

Hochbeete sind zurzeit der große Renner bei den Hobbygärtnern. Bei Empfehlungen zum Befüllen der Behälter wird aber oft zu einem viel zu hohen Anteil an Komposterde geraten. Ein Liter Kompost pro Quadratmeter Gartenland reichen vollkommen aus. Das entspricht etwa einer Stärke von drei Millilitern Kompost. Gibt man zu viel pro Jahr, findet eine Überdüngung statt, mit all seinen negativen Auswirkungen auf die Pflanzen und somit auf die Gesundheit der Menschen. Mastige und dunkelgrüne Pflanzen enthalten in hohen Mengen Nitrat, der durch den Stickstoffüberfluss entsteht. Wenn dann noch Hornspäne, wie so oft empfohlen, dazu kommen, wird der Nitratgehalt noch höher, als "nur" mit Kompost.


Heil- und Gewürzpflanzen lieben mageren Boden

Die meisten einheimischen Heil- und Gewürzpflanzen wie Johanniskraut und Beifuß wachsen zum Beispiel fast immer an mageren Standorten. Es sind Gewächse, die durchlässigen und nährstoffarmen Boden lieben. Meistens kommen sie, wie Rosmarin und Salbei, aus dem Mittelmeergebiet. Von der Sonne verwöhnt, bei wenig Niederschlag und auf kargem Boden gedeihen sie besonders gut. So können sich die Heilstoffe, die Aromen und der Geschmack voll entfalten.

In einem stark gedüngten Hochbeet werden diese Pflanzen dann förmlich gemästet und somit minderwertig.Um Heil- und Gewürzkräuter auch in einem Hochbeet wachsen zu lassen, sollte ein magerer und durchlässiger Boden genommen werden. Dazu ist ein separater Behälter, oder doch eben eine Kräuterschnecke, ratsam. Auch Lücken in Trockenmauern oder sonnige Plätze unter einem Dachvorsprung sind für viele Kräuter ein guter Standort.