Der längste Tag des Jahres ist am 21. Juni vorbei. Damit beginnt der Sommer. Die veränderliche Tageslänge im Jahresverlauf hat einen starken Einfluss auf die Blütenbildung.


Langtagspflanzen

So sind Fuchsien und Rittersporn zum Beispiel Langtagspflanzen. Das heißt, sie legen erst bei einer Tageslänge ab etwa 14 Stunden Blüten an. Für viele Gemüsearten und Salate beginnt die Saison erst nach der Sonnenwende.

Kopfsalat und Spinat fangen dabei als Langtagspflanzen an zu schießen, sofern es sich nicht um spezielle Sommersorten handelt. So kommen Langtagspflanzen in den Tropen nicht zum Blühen, da die erforderliche Tageslänge wie bei uns im Sommer nie erreicht wird. Durch zusätzliche Beleuchtung oder Verdunkeln kann man die Tageslänge in den Gärtnereien künstlich beeinflussen und somit viele Pflanzen in ihrem Blühverhalten steuern.



Kurztagspflanzen und tagneutrale Pflanzen

Kurztagspflanzen blühen im Herbst oder im Frühjahr. So braucht die Herbstchrysantheme zur Blütenbildung lange Nächte. Ihre Blütezeit ist deshalb auch im Spätsommer und Herbst. Es gibt aber auch tagneutrale Pflanzen, die unabhängig von der Tageslänge blühen können.