Feuerbohnen sind weniger zimperlich als Busch- und Stangenbohnen. Sie kommen zwar auch aus den subtropischen Regionen Mittelamerikas, gedeihen aber dort in wesentlich höheren Lagen. Zunächst wurde die Feuerbohne mit ihren wunderschönen roten Blüten als Zierpflanze gehalten. Bis zum 18. Jahrhundert hielt man ihre Hülsen und Samen für ungenießbar. Feuerbohnen sind raschwüchsige einjährige Pflanzen, die mithilfe schlingender Triebe hoch hinauf klettern können.

Innerhalb kurzer Zeit hüllen die Pflanzen ein Klettergerüst ein. Die Feuerbohne wird deshalb auch gern in Kübeln gezogen, um Wind und neugierige Blicke von der Terrasse oder Balkonen fernzuhalten. Als Kind kühl- feuchter Gebirgslagen kommt sie mit unseren Klima gut zurecht. Solange der Boden genügend feucht ist, gedeihen sie in sonnig warmer Lage prächtig. Aber auch im Halbschatten bringen die Feuerbohnen eine reiche Ernte. Nur heiße und trockene Plätze bekommen den Pflanzen nicht. Sie lassen dann ihre Blüten fallen und bilden nur kleine Hülsen. Die Feuerbohne stellt wesentlich geringere Ansprüche an den Boden als die Stangenbohnen. Sie gilt auch als widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Zusätzliche Düngung wie Stickstoff ist überflüssig, da die Bohnen als Schmetterlingsblüher diesen Nährstoff aus Luft mithilfe von Knöllchenbakterien verwerten können.

Die bekanntesten Feuerbohnensorten sind Preisgewinner, Lady Di, Hostia und Rotblühende. Am besten werden sie in Töpfen mit Anzuchterde vorgezogen.